netzeitung.deOnline lachen «öba Hitlerr»

 Herausgeber: netzeitung.de

Hitler bei 'Youtube' (Foto: Youtube<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hitler bei 'Youtube'
Foto: Youtube
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Dani Levys Tragikomödie «Mein Führer» sorgt für Diskussionen darüber, ob man über den deutschen Diktator lachen darf. Im Internet wird das schon lange und ausführlich getan. Eine Auswahl.

Mit «Mein Führer. Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler» hat ein Film in der Republik mal wieder die Diskussion losgetreten, ob, wie und ab wann man eigentlich über den deutschen Diktator lachen darf. Dabei kursieren im Netz - wahrscheinlich schon so lange, wie es das Internet überhaupt gibt - Seiten, Clips und Animationen, die Hitler als Witzfigur zeigen.

Angefangen vom tanzenden und zappelnden Hitler über diverse andere Montagen, die den Diktator zuweilen seltsame Dinge tun lassen, bis hin zum «Hitlerizer», der aus jedem Satz eine R-betonte Tirade macht.

Youtube bietet eine größere Auswahl an umsynchronisierten Aufnahmen. Durch die Mailboxen wandert derzeit unter anderem eine Hitler-Rede, unter die jemand die Stimme des Kabarettisten Gerhard Polt gelegt hat, der kieksend und krächzend über die Unwägbarkeiten eines Auto-Leasing-Vertrags schimpft.

Ebenfalls in der Videoplattform findet sich ein Ausschnitt aus einer Folge der «Harald Schmidt Show», in der spekuliert wird, Hitler habe nur einen Hoden gehabt.

Und hätte Hitler den Krieg gewonnen, vielleicht hätte er auch eine Late-Night-Show. Diese grausame Fantasie hat zumindest die Animation «Family Guy Hitler» inspiriert.

Schließlich machte vor kurzem der Comic-Musikclip «Der Bonker» von Walter Moers die Runde. Das Lied hat den Refrain «Adolf, du alte Nazisau, kapitulier' doch endlich». Dazu sieht man Hitler auf dem Klo oder auch mit Schäferhund Blondi und Quietsche-Entchen mit Hitlerbart in der Badewanne.

Der berühmte Bart, den Charlie Chaplin «erfunden» hatte, war auch Inspiration für die Website «catsthatlooklikehitler.com», auf der Bilder von «Kitlers» gesammelt werden, deren Besitzer bei ihren Katzen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Massenmörder festgestellt haben.

Ach, und erinnert sich eigentlich noch jemand an das Computerspiel «Castle Wolfenstein»? Schon im Jahr 1981 konnte man durch eine Nazi-Burg rennen und Hitler jagen. Der Nachfolger «Wolfenstein 3D» war einer der erfolgreichsten Egoshooter der neunziger Jahre. Endgegner waren ein Cyborg-Hitler und «General Fettgesicht». (nz)


Für das Web ediert von Sophie Albers