netzeitung.deFilmpremiere im Vatikan

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Szene aus 'Nativity Story' (Foto: PR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Szene aus 'Nativity Story'
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Man stelle sich den Kinosaal vor: 7000 Zuschauer haben am Sonntag der ersten Kinopremiere im Vatikan beigewohnt. Gezeigt wurde eine zweifelnde Maria.

Erstmals hat ein Kinofilm seine Premiere im Vatikan gefeiert: Rund 7000 Zuschauer sahen am Sonntagabend die Erstaufführung von «The Nativity Story», einem Film über die Weihnachtsgeschichte. Gezeigt wurde er im Saal Paul VI., in dem der Papst sonst Pilger zur Audienz empfängt. Papst Benedikt XVI. ließ sich bei der Kinopremiere allerdings nicht blicken. «Ich denke, der Papst hat gerade ziemlich viel zu tun», meinte Regisseurin Catherine Hardwicke mit Blick auf den bevorstehenden Türkei-Besuch.

Dafür kam der amerikanische Erzbischof John Foley, der in der Kurie das Amt des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel bekleidet. Das Kino sei ein machtvolles Mittel der Kommunikation und vermittle mit der «Nativity Story» wieder einmal eine universelle Botschaft, so der Geistliche.

Der Film, der am 1. Dezember in den USA und in Italien anläuft, beschreibt Marias Schwangerschaft und ihre Reise mit Josef nach Bethlehem. Im Mittelpunkt stehen Marias Gefühle zwischen Angst, Zweifel und Glauben. Gespielt wird Maria von Keisha Castle-Hughes, die 2002 mit «Whale Rider» bekannt geworden war.

Auch für nicht-religöse Zuschauer
Gedreht wurde der 102 Minuten lange Film in Marokko sowie in der süditalienischen Stadt Matera, wo auch schon der umstrittene Mel-Gibson-Film «Die Passion Christi» entstanden war.

Die «Nativity Story» erscheint nun zwar mit dem Segen des Vatikans. Doch sie wolle auch nicht religiös eingestellte Zuschauer erreichen, sagte die Regisseurin. Produziert wurde «The Nativity Story» von New Line Cinema, der gleichen Firma, die auch schon die «Herr der Ringe»-Trilogie präsentierte. (nz)