netzeitung.deGericht verbietet Kinski-Biografie

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Klaus Kinski (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Klaus Kinski
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Die letzte Frau des verstorbenen Schauspielers Kinski hat erwirkt, dass eine Biografie über ihn nicht mehr ausgeliefert werden darf. Die Exemplare in den Läden dürften aber zunächst noch verkauft werden, teilte der Verlag mit.

Die letzte Ehefrau des Schauspielers Klaus Kinski, Minhoi Loanic, hat ein Einstweilige Verfügung gegen den Aufbau-Verlag wegen einer Biografie über ihren 1991 gestorbenen Mann erwirkt. Das Buch «Kinski» von Christian David dürfe derzeit nicht mehr an Buchhandlungen ausgeliefert werden, teilte der Verlag am Freitag mit.

Das Landgericht Berlin habe untersagt, dass eine Minhoi Loanic betreffende Passage verbreitet werde, da sie aus Sicht der Vietnamesin ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht und besonders ihre Intimsphäre verletze. In der Passage beschreibe der Autor Gemeinsamkeiten in der Persönlichkeit Kinskis und Loanics.

«Die Interpretation von Frau Loanic können wir in keiner Weise nachvollziehen. Für uns geht es jetzt vordringlich um den Schutz der freien Meinungsäußerung», sagte Aufbau-Programmchef René Strien. Der Verlag prüft nach eigenen Angaben seine juristischen Möglichkeiten. Die Biografie, von der bereits mehrere tausend Exemplare verkauft sind, war vor kurzem zu Kinskis 80. Geburtstag am 18. Oktober erschienen. Nach Angaben des Verlags dürfen in den Buchhandlungen vorhandene Exemplare zunächst noch verkauft werden; am Montag werde sich das Landgericht mit dieser Frage befassen, hieß es. (nz)