netzeitung.deStones' Wahrheit übers «World Trade Center»

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Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001 (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach «United 93» nun das Werk des Oliver Stone: In Cannes zeigt der Regisseur seine Adaption der Rettungsarbeiten nach den Anschlägen auf das World Trade Center.

Der amerikanische Regisseur Oliver Stone hat bei den Filmfestspielen in Cannes einen ersten Ausschnitt seines Dramas «World Trade Center» präsentiert, in dem er den Terroranschlag vom 11. September 2001 aus der Sicht von zwei Polizisten verarbeitet.

«Manchmal formt sich Geschichte durch die kollektive Erinnerung der Menschen. Mein Film baut auf die Erfahrungen jener Menschen und ihrer Angehörigen, die wirklich davon betroffen waren», erläuterte der zweifache Oscar-Preisträger seinen Ansatz. Er wolle von der «Wahrheit» erzählen, der «Wahrheit, die gegen die Macht des Terrors bestehen muss».

Zu sehen war in Cannes der gut 25 Minuten lange erste Akt des Films, der im Herbst in die Kinos kommt. Das ganze Werk sei noch in Arbeit, betonte Stone bei einer Sondervorführung am späten Sonntagabend. Er zeigt in der Eröffnungssequenz eine Gruppe von Polizisten, die am frühen Morgen zur Arbeit gehen.

Ein ganz normaler Tag, so scheint es. Bis ein schneller Flugzeugschatten auf einer Häuserwand und eine gewaltige Detonation alles verändern. Das Chaos der ersten Minuten, fehlende Informationen, die Angst der Menschen fängt «World Trade Center» in Hollywood-Manier ein und folgt den Polizisten, bis zwei von ihnen von Trümmern eingeschlossen werden.

Die wahre Geschichte der letzten Überlebenden
Im weiteren wird die wahre Geschichte der beiden New Yorker Polizisten John McLoughlin und William J. Jimeno, gespielt von Nicolas Cage und Michael Pena, und deren Angehörigen erzählt. McLoughlin und Pena sind die beiden letzten, überlebend aus Ground Zero Geborgenen, und die Rettung der beiden in den 24 auf den Anschlag folgenden Stunden das eigentliche Thema des Films.

Stones Film ist die zweite Produktion, die sich fünf Jahre danach mit den Terroranschlägen auseinandersetzt. «United 93» von Paul Greengrass über den Flug der vierten entführten Maschine, die über einem Waldstück abgestürzt ist, läuft in Cannes am Freitag außerhalb des Wettbewerbs. (nz)