22. Mai 2006 16:27
Nach «United 93» nun das Werk des Oliver Stone: In Cannes zeigt der Regisseur seine Adaption der Rettungsarbeiten nach den Anschlägen auf das World Trade Center.
Der amerikanische Regisseur Oliver Stone hat bei den Filmfestspielen in Cannes einen ersten Ausschnitt seines Dramas «World Trade Center» präsentiert, in dem er den Terroranschlag vom 11. September 2001 aus der Sicht von zwei Polizisten verarbeitet.«Manchmal formt sich Geschichte durch die kollektive Erinnerung der Menschen. Mein Film baut auf die Erfahrungen jener Menschen und ihrer Angehörigen, die wirklich davon betroffen waren», erläuterte der zweifache Oscar-Preisträger seinen Ansatz. Er wolle von der «Wahrheit» erzählen, der «Wahrheit, die gegen die Macht des Terrors bestehen muss».
Zu sehen war in Cannes der gut 25 Minuten lange erste Akt des Films, der im Herbst in die Kinos kommt. Das ganze Werk sei noch in Arbeit, betonte Stone bei einer Sondervorführung am späten Sonntagabend. Er zeigt in der Eröffnungssequenz eine Gruppe von Polizisten, die am frühen Morgen zur Arbeit gehen. Ein ganz normaler Tag, so scheint es. Bis ein schneller Flugzeugschatten auf einer Häuserwand und eine gewaltige Detonation alles verändern. Das Chaos der ersten Minuten, fehlende Informationen, die Angst der Menschen fängt «World Trade Center» in Hollywood-Manier ein und folgt den Polizisten, bis zwei von ihnen von Trümmern eingeschlossen werden.