netzeitung.deSundance: Doku von Brad Pitt gefeiert

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Regisseur Christopher Quinn nimmt seinen Preis entgegen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Regisseur Christopher Quinn nimmt seinen Preis entgegen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Künstlerischer Ausverkauf wurde dem Sundance-Festival zuletzt vorgeworfen. Dass nun mit «God Grew Tired of Us» ein Film mit einem prominenten Geldgeber im Hintergrund gewann, passt ins Bild.

Zwei Filme über Einwanderer in den USA haben die wichtigsten Preise des diesjährigen Sundance-Festivals erhalten. «Quinceanera», ein Streifen über junge Teenager aus südamerikanischen Immigrantenfamilien in Los Angeles wurde bester Spielfilm. Bei den Dokumentationen wurde der von Brad Pitt mitproduzierte Film «God Grew Tired of Us» (Regie: Christopher Quinn) über sudanesische Flüchtlinge ausgezeichnet. Mit dieser Preisvergabe waren Kritiker und Besucher des Festivals in Utah sich erstmals in beiden Sparten einig.

Das elftägige Festival, das in den 80er Jahren von Robert Redford begründet worden war, ging am Sonntag zu Ende. 48 der insgesamt 120 Spiel- und Dokumentarfilme, die diesmal gezeigt wurden, stammten von Erstlingsregisseuren. Viele setzten sich mit Themen wie Rassismus, Krieg, Umweltzerstörung und Homosexualität auseinander.

Zuletzt war das Festival, das zunehmend auf Interesse von Hollywood stößt, aber auch ein Zuviel an Kommerzialisierung vorgeworfen worden. In diesem Jahr stellten etwa Stars wie Jennifer Aniston dort ihre neuen Filme vor, und Promis wie Paris Hilton tanzten auf den Partys. (nz)