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Stone: Mit Samthandschuhen in New York

03. Nov 2005 12:52
Regisseur Oliver Stone
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Regisseur Oliver Stone dreht einen Film über den 11. September. «Titanic mit Türmen» soll der Streifen mit Nicolas Cage nicht werden - dennoch sind Angehörige der Opfer besorgt.

Derzeit dreht Hollywoodregisseur Oliver Stone in New York seinen bereits im Vorfeld heftig diskutierten Film über den 11. September 2001. Dabei verzichtet er darauf, die Verwüstung der Anschläge auf das World Trade Center nachzustellen, womit er auf Bitten verschiedener Organisationen eingegangen ist. Die entsprechenden Bilder sollen in einem Studio in Los Angeles entstehen.

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Außerdem werde Dokumentarfilmmaterial in dem fiktionalen Film über zwei Polizisten, die den Einsturz des WTC überlebten, verwendet. Die «echten» Bilder sollen auf Bildschirmen im Hintergrund laufen.

«Wir machen kein 'Titanic-Inferno mit Türmen'», zitiert die Nachrichtenagentur AP den Paramount-Produzenten Michael Shamberg. Stone hatte im vergangenen Monat erste Szenen für seinen bisher titellosen Film gedreht. Eine der Hauptrollen spielt Nicolas Cage.

Respekt

Nach mehreren Dutzend verschiedener Treffen hatten die Produzenten beschlossen, in New York nur wenig zu filmen, die Actionszenen in Los Angeles zu drehen und dem echten Ground Zero fernzubleiben.

Familien von Opfern, die zu Treffen kamen, äußerten sich trotzdem besorgt, ob es Hollywood gelingen werde, die Geschehnisse des 11. Septembers angemessen und respektvoll darzustellen. Andere sehen das Problem beim Regisseur, schließlich habe Stone mit «Natural Born Killers» und «JFK» kontroverse Filme abgeliefert. Zudem war er im Oktober 2001 mit den Worten zitiert worden, dass die Anschläge eine «Revolte» gegen multinationale Konzerne seien. Im vergangenen Juli wiederum nannte er sein Projekt «ein Werk kollektiver Leidenschaft, eine ernsthafte Meditation über das, was passiert ist, das von einem heilenden Mitgefühl getragen wird».

Es sei eine Erforschung des Heldentums in seinem Land, so Stone weiter. Doch die Menschlichkeit betreffend sei es international.

Weitere 9/11-Projekte

Stones Film ist nicht die erste Fiktion zum Thema: Vor ihm wird wohl im kommenden April «Flight 93» in die Kinos kommen, der von dem am 11. September in Newark gestarteten Flug berichtet, der nach dem Eingreifen von Passagieren in Pennsylvania abstürzte.

Zudem sind noch eine Adaption des Romans «102 Minutes» und eine TV-Serie über den 11. September in Arbeit. Stones Film soll im August starten. (nz)

 
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