netzeitung.de«Herbie» droht Kinoboykott

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'Herbie Fully Loaded' (Foto: PR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 'Herbie Fully Loaded'
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der neue Lindsay-Lohan-Film «Herbie Fully Loaded» soll in den großen Kinos Deutschlands nicht starten. Grund ist ein Streit mit den Verleihern.

Möglicherweise ist die groß angelegte Marketingkampagne für das «Toller Käfer»-Remake «Herbie Fully Loaded - Ein toller Käfer startet durch» völlig umsonst. Mehrere deutsche Kinoketten drohen mit einem Boykott des Films.

Ursache ist ein Streit zwischen den Verleihern und Produzenten mit Lichtspielhäusern wie Cinestar, Cinemaxx und UCI, in dem es um die Zweitvermarktung von Filmen per DVD und Video geht, berichtet die «Wirtschaftswoche».

Zwischen der ersten Kinoausstrahlung und der Zweitvermarktung liegen bisher sechs Monate, so der Bericht. Diese gesetzlich geregelte Frist gelte zwar eigentlich nur für in Deutschland produzierte und geförderte Filme, doch hätten sich auch alle anderen Produktionen bisher daran gehalten.

Weihnachtsgeschäft
Produzenten und Verleiher wollen diese Frist nun verkürzen, da die zunehmende Verbreitung von Raubkopien die Einnahmen aus dem DVD-Geschäft sinken lasse. «Herbie Fully Loaded» soll bereits Anfang Dezember rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf DVD erscheinen, nur vier Monate nach dem Kinostart.

Ein Kompromissangebot der Kinobetreiber sieht vor, dass bei verkürzten Fristen zwischen Start und Zweitvermarktung im Gegenzug die Leihmieten für die Kinos gesenkt werden sollen. Das im Falle von «Herbie» zuständige Unternehmen Buena Vista wollte die Vorgänge bisher nicht kommentieren. Cinemaxx drohe mit weiteren Ausfällen, wenn es nicht zu einer Einigung komme. (nz)