15.09.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Michael Moore
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach «Fahrenheit 9/11» kommt «Celsius 41.11»: Drehbuchautor und Republikanerfreund Lionel Chetwynd hat einen Dokumentarfilm gedreht, der die linke Rhetorik der Bush-Gegner demaskieren soll.
Für europäische Rechner ist die Spielerei mit dem Filmtitel halbwegs zu verstehen: «Celsius 41.11» ist der Titel einer Dokumentation, mit der ein den amerikanischen Republikanern nahestehender Drehbuchautor die Anti-Bush-Propagadana kontern möchte. 41,11 Grad Celsius sei, so berichtet «Daily Variety», die Temperatur, bei der das menschliche Hirn abzusterben beginne, und eine Metapher auf die als hirnlos begriffene Anti-Bush-Propaganda von Filmemacher Michael Moore, dessen «Fahrenheit 9/11» gegen George W. Bush polemisiert.
Der Film, der in den vergangenen sechs Wochen entstanden sei, widme sich aber vor allem der Arbeit von linken Aktivistengruppen wie Moveon.org, die mit Zeitungsanzeigen und TV-Spots gegen die Regierung arbeiten. Finanziell unterstützt wurde Autor Lionel Chetwynd, der zuvor vor allem für das Fernsehen gearbeitet hat, von der konservativen Gruppe Citiziens United, die in Washington ihren Sitz hat. Premiere soll der Film des gebürtigen Briten, der seit Jahren in Los Angeles lebt udn arbeitet, am 28. September haben.
Eine ähnliche Breitenwirkung wie «Fahrenheit 9/11» werde «Celsius 41.11» aber nicht erreichen, nur in einem dutzend Kinos soll der Streifen ausgestrahlt werden. Auch sonst halte man sich fern von dem umtriebigen Michael Moore, so der Autor im Interview mit «Daily Variety»: «Dies ist nicht ein so manipulativer Film wie ihn Moore machen würde. Wir halten unsere Hände sauber.» (nz)