Briten sind gespannt auf «Der Untergang»
31.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
«Deutschland bricht das Hitler-Tabu», schreibt Berlin-Korrespondentin Kate Connolly, um anschließend eine positive Kurzkritik der Filmversion der letzten Tage im Führerbunker zu liefern.
Bisher habe in Deutschland niemand gewagt, den Führer als Privatmann und freundlichen Chef zu zeigen, ja gar als «durchaus reuigen, mit sanfter Stimme sprechend, einfühlsamen, nicht geschwollen daher redenden Visionär», bemerkt auch «The Independent» interessiert.
Das liege wohl daran, dass die Nazizeit in Deutschland derzeit wieder heiß diskutiert werde, so der «Telegraph» weiter, die sich auf das Buch über den Bombenkrieg in Dresden und Günter Grass' «Krebsgang» bezieht. Auch der Onlinedienst der BBC widmete dem Film einen Text (mit derselben Schlagzeile wie im «Telegraph»), und ließ Zuschauer zu Wort kommen, die den «Untergang» als stark und emotionalisierend beschreiben.
Noch seien die Rechte für den Film in Großbritannien nicht verkauft, schreibt die Korrespondentin der «FAZ». Die Filmfirma Constantin habe aber im angelsächsischen Ausland schon reges Interesse festgestellt. Auch die Berichterstattung geht weiter - demnächst, so Gina Thomas, machen auch «Financial Times» und «The Times» den Film zum Thema. (nz)

