netzeitung.deBush soll sich «Fahrenheit 9/11» anschauen

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'Fahrenheit 9/11' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 'Fahrenheit 9/11'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Familienangehörige von US-Soldaten und Opfern des 11. September haben US-Präsident Bush aufgefordert, sich Michael Moores Vorwürfen zu stellen. Er solle sich dessen Dokumentarfilm ansehen.

Die US-Organisation «Military Families Speak Out» (Militär-Familien sagen ihre Meinung) hat sich für eine neue Debatte über den Irak-Krieg asugesprochen. «Michael Moores Film ist wichtig, damit wir wieder über diesen Krieg und wie es dazu kam reden», sagt Nancy Lessin von der Organisation.

Die Gruppe forderte US-Präsident Georg W. Bush und seine Regierungsmitglieder auf, sich «Fahrenheit 9/11» anzusehen.

«Wir versuchen, der Regierung klar zu machen, dass sie ihn nicht nur sehen, sondern danach auch erklären sollen, wie das alles passieren konnte. Warum wir in den Irak gegangen sind und wie der 11. September passieren konnte», zitiert die Nachrichtenagentur AP Ivan Medina, einen ehemaligen Marine, dessen Zwillingsbruder im Irak getötet wurde.

Moores Film ist vergangenen Freitag in den USA angelaufen und hat bereits am ersten Wochenende knapp 24 Millionen Dollar eingespielt.

Fragen stellen
Konservative Gruppen versuchen indessen, Menschen davon abzuhalten, den Bush-kritischen Film zu sehen. Unter anderem wurde eine schwarze Liste mit Kinos veröffentlicht, die den Film zeigen.

«Ich finde es enttäuschend, dass der Film angegriffen wird, nur weil Moore Fragen stellt», sagte April Gallop, eine Pentagon-Angestellte, die bei den Anschlägen des 11. September verletzt worden war. (nz)