21.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
'Die fetten Jahre sind vorbei'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Erstmals seit 1993 steht wieder ein deutscher Film im Wettbewerb um die Goldene Palme von Cannes. Es ist nicht «Good Bye, Lenin!», aber Daniel Brühl spielt mit.
Seit mehr als zehn Jahren läuft wieder ein deutscher Film im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes. Es ist die deutsch-österreichische Produktion «Die fetten Jahre sind vorbei» von Hans Weingartner, in dem der «Good Bye, Lenin!»-Star Daniel Brühl mitspielt. Der 33-jährige Regisseur reagierte mit «Riesenfreude» auf die Bekanntgabe. Die Teilnahme sei «eine große Ehre».
Weingartner und Brühl hatten bereits 2000 für den mehrfach ausgezeichneten Film «Das weiße Rauschen» zusammen gearbeitet. In «Die fetten Jahre sind vorbei» spielen Julia Jentsch und Stipe Erceg weitere Hauptrollen. Der Film erzählt die Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Jugendlicher, die gemeinsam die Gesellschaft ändern wollen.
Als letzter deutscher Beitrag war im Wettbewerb 1993 Wim Wenders «In weiter Ferne, so nah» gelaufen. Der Film hatte damals den Großen Preis der Jury gewonnen. Volker Schlöndorffs KZ-Drama «Der neunte Tag» und Oskar Roehlers Transsexuellen-Film «Agnes und seine Brüder» hatten sich dieses Jahr vergeblich um eine Teilnahme am Wettbewerb beworben.
Zum Auftakt AlmodóvarDas größte Kinofest der Welt beginnt am 12. Mai und endet am 23. Mai. Die Hauptjury wird von Regisseur Quentin Tarantino geleitet, der außer Konkurrenz die Fortsetzung von «Kill Bill» zeigt.
Als Auftaktfilm und ebenfalls außer Konkurrenz läuft im Festivalpalast von Cannes Pedro Almodóvars «La mala educación» (Die schlechte Erziehung). Außer Konkurrenz gezeigt werden auch der neue Film von Jean-Luc Godard, «Notre Musique», sowie Wolfgang Petersen «Troy» mit US-Star Brad Pitt, der zum ersten Mal in Cannes erwartet wird. (nz)