Hollywood streitet um «Good Bye, Lenin!»
Die diesjährigen Filme seien von einem Nominierungs-Kommittee im Rentenalter ausgewählt worden, das Normalverbraucher-Filme für Senioren anstelle solcher mit Vorreiterrolle favorisiere, zitiert der Onlinedienst «Abc News» die Vorwürfe.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Jury den mehrfach ausgezeichneten brasilianischen Film «City Of God» von Fernando Meirelles einfach übersehen. Academy-Mitglieder hatten ihren Unmut über diese Fehlentscheidung deutlich gemacht, und «City Of God» in diesem Jahr sowohl für den Regie-Oscar, als auch in den Kategorien adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Kamera nominiert.
Das Freiwilligen-Kommittee, das unter Filmen aus 56 Ländern die fünf Nominierten für den besten ausländischen Film auswählt, ist schon häufiger als zu alt und zu verbraucherorientiert beschimpft worden.
Auch vorgeschlagen wurde der im 19. Jahrhundert spielende, japanische Film «Tasogare seibei» (Samurai in der Dämmerung) von Yoji Yamada, in dem ein verwitweter Samurai entscheiden muss, ob er sein Schwert verkauft, um die Beerdigung seiner Mutter bezahlen zu können.
Zwei Filme schließlich beschäftigen sich mit der Zeit des Zweiten Weltkrieges: der tschechische «Zelary» von Ondrej Trojan und der niederländische «Zwillinge» von Ben Sombogaart.
Der schwedische Film «Evil» spielt in den 50er Jahren. Ein Junge wird zuerst von seinem Vater und später von Mitschülern misshandelt. (nz)

