Weil so eine Kamera nur 2500 Dollar kostet, waren gleich 25 davon im Einsatz. So konnten vor allem Dialog-Szenen zeitgleich in Weit- oder Nahaufnahmen gedreht werden und mussten nicht wiederholt werden. Damit verkürzten sich auch die Wartezeiten der Schauspieler. «November» war in 15 Tagen abgedreht.Auf lange Sicht könnte diese günstige Art des Filmemachens Hollywood mit seinen Mulitmillionen-Dollar-Produktionen in Bedrängnis bringen. Dort werden die Vorgaben immer strenger und die Preise steigen weiter. Das eröffnet kleineren Produktionen Chancen und bedeutet für das Kinopublikum mehr und auch ungewöhnliche Filme. Oder wie es ein junger Filmproduzent jüngst auf der Berlinale formulierte: «Das ist gerade wie der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm.»
Allerdings gibt es auch das digitale Filmen in der teuren Variante: Lars von Triers «Dogville» wurde mit Digitalkameras gedreht und hat trotzdem zehn Millionen Dollar gekostet. Aber das könnte auch an der Gage von Nicole Kidman gelegen haben. (nz)