netzeitung.deKettensägen und Brad Pitts Bauchmuskeln: Aufregendes Kinojahr 2004

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Kate Beckinsale in 'Underworld' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kate Beckinsale in 'Underworld'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Homers Ilias, Vampire und die Fortsetzungen von «Bridget Jones» und «Harry Potter»: 2004 ist für jeden etwas dabei.

2004 beginnt mit einem Kettensägen-Massaker. Zumindest im Kino. Das «Texas Chainsaw Massacre» gibt sich mal wieder die Ehre, diesmal als Remake von dem deutschen Video-Clip-Regisseur Marcus Nispel.

Doch so blutig ist nur der Anfang. Selbst Vampir-Filme geben sich im kommenden Kino-Jahr eher aseptisch. Zumindest «Underworld», die Geschichte des Krieges zwischen Werwölfen und Vampiren, wirkt so glatt wie eine Mischung aus «Matrix» und «Blade».

Unbedingt sehen sollte man das neue Werk von der «Virgin Suicides»-Regisseurin Sofia Coppola. «Lost In Translation» erzählt in einer Mischung aus Romanze und Komödie von einem ungleichen Paar, das sich in Tokio trifft und die Stadt und sich selbst erkundet. Bill Murray wird mit seiner Hauptrolle bereits für einen Oscar gehandelt, genauso die Regisseurin.

Ebenso beeindruckend ist «21 Grams», der Nachfolger von Alejandro Gonzalez Iñarritus «Amores Perros», mit Sean Penn (der für seine Darstellung in «Mystic River» gute Chancen auf einen Oscar hat) und Benicio Del Torro. Ein außergewöhnlicher Unfall führt einen schwerkranken Mathematiker, eine trauernde Mutter und einen Ex-Häftling zusammen.

Liebe und Wahnsinn
Für Herzerwärmung sorgt wieder mal Jack Nicholson, der mit Keanu Reeves in «Was das Herz begehrt» um das Herz von Diane Keaton ringt. Ebenso emotional verspricht «Unterwegs nach Cold Mountain» zu werden, in dem ein verwundeter Bürgerkriegssoldat (Jude Law) versucht, nach Hause zurückzukehren, wo seine Geliebte (Nicole Kidman) auf ihn wartet. Über diesen Film war im Vorfeld hauptsächlich wegen einer angeblichen Romanze zwischen Kidman und Law im richtigen Leben zu hören.

Dunkler geht es wieder zu in «The Missing» und «Gothika». Ersterer mit Cate Blanchett, die ihre gekidnappte Tochter finden will. Letzterer ist das neue Werk von Mathieu Kassovitz. Halle Berry findet sich in einer Irrenanstalt wieder und soll ein schweres Verbrechen begangen haben, an das sie keinerlei Erinnerung hat. Berry hat dieses Jahr auch ihren großen Auftritt in «Catwoman». Das Kostüm zeigt zwar mehr Haut als bei Michelle Pfeiffer, aber ob Berry ähnlich hemmungslos Milch trinken kann, bleibt abzuwarten.

Tim Burton hat nach diversen Flops mit «Big Fish» Vielversprechendes abgeliefert. Ewan McGregor macht sich auf die Suche nach der Grenze zwischen Fakt und Fiktion, um die Geschichte eines Vaters zu erzählen.

Episch wird diesmal Brad Pitt, der in Wolfgang Petersens Mammut-Produktion «Troja» den Achilles spielt und auch mit 40 Jahren noch seinen Six Pack zeigen kann, der ihm 1991 in «Thelma&Louise» zum Durchbruch verholfen hat.
To Be Continued...
Im kommenden Jahr werden Zuschauer endlich erfahren, ob «die Braut» Bill schließlich zur Strecke bringt oder nicht. Am 18. März startet Tarantinos «Kill Bill: Volume 2» und auf Uma Thurmans Liste sind noch drei Namen abzuarbeiten. Doch die weit spannendere Frage ist, ob und wie sie ihr Kind findet.

Ebenso weiter geht es mit der Scooby Doo-Gang wie auch mit Franka Potente in «The Bourne Supremacy». Potente ist Anfang des Jahres außerdem in dem Klon-Märchen «Blueprint» gleich zwei Mal zu sehen.

Und auch «Harry Potter» legt nach, der in diesem Jahr für «Der Gefangene von Azkaban» keine Konkurrenz durch den «Herrn der Ringe» zu fürchten braucht, und somit das Weihnachtsgeschäft für sich alleine hat. «Shrek 2» läuft bereits im Juli an, allerdings ist der Erfolg des Pixar-Werks «Incredibles - Die Unglaublichen» im November schwer vorhersagbar.

Schließlich wird 2004 Renée Zellweger als «Bridget Jones» wieder von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen hüpfen, wie auch «Spiderman 2» von Haus zu Haus, wenn der auch etwas eleganter. (nz)

Für das Web ediert von Sophie Albers