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Neuseeland feiert seine Hobbits

01. Dez 2003 10:39
Peter Jackson dankt seinen begeisterten Fans
Foto: AP
Peter Jackson ist nicht nur «Herr der Ringe»-Regisseur, sondern inzwischen auch neuseeländischer Volksheld. Die Premiere des dritten Teils war sein Triumphzug.

Peter Jackson hat Neuseelands Hauptstadt Wellington eine Filmpremiere beschert, die den Glanz Hollywoods in den Schatten stellt. Am Montag feierte der dritte und letzte Teil seines Opus «Herr der Ringe» dort Welturaufführung, und 125.000 Menschen waren gekommen.

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Fast 500 Meter lang war der Teppich, der vor dem Premierenkino, dem Embassy Theate, ausgerollt war, und ein mehrere Kilometer langes Spalier begeisterter und vor allem verkleideter Fans eskortierte den Autokorso der Stars, der vom Parlament zum Kino zog. Ganze Hausfassaden waren mit Plakaten geschmückt, und ein Jumbo-Jet, bemalt mit Motiven des Films, flog in nur 300 Metern Höhe über die Stadt.

Lob der Heimat

Echte Fans kamen, wie diese Australier, verkleidet
»Ich fühle mich geradezu beschämt durch diesen wundervollen Empfang«, sagte Regisseur Jackson vor dem Kino. Es sei der bemerkenswerteste Tag seines Lebens. «Für einen kurzen Moment bekam ich einen Eindruck davon, wie es gewesen sein muss, einer der Beatles zu sein.»

Der große Druck, der damit verbunden sei, strenge an, doch seine Aufgabe sei es, jeden zu repräsentieren, der an diesem Film mitgewirkt habe, und diese Aufgabe wolle er gern erfüllen.

Hollywood habe er nicht herausfordern wollen, so Jackson: »Ich tue lediglich, was ich in diesem Land, in dem ich geboren bin, gern tue.« Ohne die »atemberaubenden Landschaften dieses Landes« hätte der Film nicht gedreht werden können, meint er.

Liv Tyler alias Arwen
Aus aller Welt waren Fans nach Wellington gereist, um sich davon zu überzeugen. Platz in dem Kino fanden jedoch nur 852 Zuschauer. Die durften dafür auch die Stars im Original bewundern, neben Jackson waren auch Liv Tyler, Viggo Mortensen, Elijah Wood und Sir Ian McKellen gekommen.

Oscar-Gerüchte

Jackson selbst könnte für sein Werk nicht nur Ruhm, sondern auch die höchsten Auszeichnungen Hollywoods bekommen. Gerüchte sagen, er habe gute Chancen, im kommenden Jahr einen Oscar als bester Regisseur zu gewinnen.

In Deutschland startet »Die Rückkehr des Königs« am 17. Dezember. (nz)

 
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