netzeitung.deOscar-Jury setzt sich gegen Filmstudios durch

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Der begehrte Preis (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der begehrte Preis
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Jedes Jahr entstehen der amerikanischen Filmindustrie durch Raubkopien Milliardenschäden. Doch die Gegenmaßnahmen stoßen bei Künstlern und Juroren auf Widerstand.

Die US-Filmstudios sind bereit, den Oscar-Juroren neue Filme auch weiterhin auf DVD oder Video zur Verfügung zu stellen. Sie beugten sich damit dem Widerstand von Schauspielern und Regisseuren gegen die geplante Einstellung der Verschickung, mit der die Studios sich gegen Raubkopien wehren wollten.

Allerdings werde man die Kopien künftig durch einen Code sichern, so dass man feststellen könne, wer die Filme weitergegeben habe, heißt es in Agenturberichten unter Berufung auf die Motion Picture Association of America (MPAA). Das entsprechende Mitglied solle dann aus der 6000 Mitglieder zählenden Oscar-Jury ausgeschlossen werden.

Kritisiert wurde, dass die Rücknahm des Versendestopps nicht für die Jurys von anderen Filmpreisen gilt. Deren Mitglieder würden Filme mit geringem Budget, die nur in wenigen Kinos laufen, nicht mehr zu sehen bekommen, hieß es.

Durch Raubkopien entsteht der Filmindustrie jährlich ein Umsatzausfall von drei Milliarden Dollrad. (nz)