netzeitung.deStreit um Sylvia Plath-Film

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Gwyneth Paltrow als Sylvia Plath (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gwyneth Paltrow als Sylvia Plath
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Tochter der verstorbenen amerikanischen Dichterin Sylvia Plath ärgert sich über die Kino-Version des Lebens ihrer Mutter.

Frieda Hughes, die Tochter der Schriftsteller Sylvia Plath und Ted Hughes, ist empört über einen Spielfilm, der das Leben ihrer Mutter ins Kino bringt - mit Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle.

Aus Wut über die «Erdnussesser, die sich vom Tod meiner Mutter unterhalten lassen» hat sie - passenderweise - ein Gedicht geschrieben, das demnächst in der Zeitschrift «Tatler» erscheinen wird.

Frieda Hughes wirft der Produktion vor, aus ihrer Mutter eine «Sylvia Selbstmord Puppe» gemacht zu haben. Der maßgeblich am Film beteiligte britische Sender BBC weist Hughes Vorwürfe zurück. Man sei sich keinerlei Gefühllosigkeit bewusst. «Sylvia» sei auf «verantwortungsvolle und unaufgeregte Art und Weise» entstanden.

Worte für die Monster
Die Tochter hatte sich bereits im Vorfeld geweigert, mit den Filmemachern zusammenzuarbeiten und außerdem verboten, die Gedichte ihrer Mutter zu verwenden. «Sie meinen, ich solle ihnen die Worte meiner Mutter geben, damit sie damit die Münder ihrer Monster füllen können», schreibt Hughes.

Plath und ihr Mann gehören zu den bedeutendsten Dichtern des 20. Jahrhunderts. Auch Hughes, der 1998 an Krebs starb, hatte sich immer gegen eine Dramatisierung seines Lebens gewehrt.

Sylvia Plath hatte sich 1963 im Alter von 32 Jahren das Leben genommen. Ihr Tochter war damals zwei Jahre alt.(nz)