netzeitung.deHollywood plant Film über «Fantastische Vier»

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Die "Fantastischen Vier", Quelle: Marvel.com (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die "Fantastischen Vier", Quelle: Marvel.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Hollywood liebt derzeit die guten, alten Comic-Helden: Nun sollen auch die Abenteuer der «Fantastischen Vier» verfilmt werden.

Spiderman! Batman! Superman! Hulk! X-Men! Die Liste der Comichelden ist lang, für die sich Hollywoods Traumfabrik interessiert. Comicverfilmungen haben Hochkonjunktur.

Nach dem Erfolg von «X-Men» und «Spiderman» sollen jetzt auch die «Fantastischen Vier» verfilmt werden. Das Filmstudio «20th Century Fox» hat das Projekt in Auftrag gegeben.

«Das wird einer der größten Action-Filme, die je gedreht wurden», bewirbt der auszuführende Produzent Avi Arad den Superhelden-Kinofilm gegenüber der Filmseite «Countingdown.com».

Und weiter: «Der Film wird höllisch lustig werden, aber auch genauso traurig, wie es in der Hölle ist.» Er könne sich George Clooney als den Superhelden Mr. Fantastic vorstellen. Es hat jedoch noch kein offizielles Casting der Schauspieler gegeben.

Die «Fantastic Four» erscheinen seit 1961 in Amerika. Martin Goodman, der Herausgeber der Comics vom Marvel-Verlag, sah damals, was für einen Erfolg der Konkurrenz-Verlag DC mit der «Justice League of America» hatte. In dieser Serie verbündeten sich verschiedene Comichelden wie Superman oder Batman miteinander, um gemeinsam gegen das Böse dieser Welt anzutreten.

Durch kosmische Strahlen mutiert
Goodman wollte ebenfalls eine Comicserie mit einem Heldenteam – nur ohne Superhelden-Klischees. Keine albernen Geheimidentitäten. Und weniger geschäftliche Auseinandersetzungen mit all den Superschurken, die die Welt beherrschen wollen – Goodman wollte, dass es sich bei den Geschichten mehr um die Persönlichkeiten der Helden drehte.

Gesagt, getan – die «Fantastic Four» waren geboren. Bei einem fehlgeschlagenen Experiment im Weltraum bekamen der Forscher Reed Richards, seine Freundin Sue Storm, ihr jüngerer Bruder Johnny Storm und der Pilot des Raumschiffs, Ben Grimm, etwas zuviel kosmische Strahlung ab. Dadurch mutierten sie zu Superwesen. Das Konzept für die Comicserie entwickelten die Marvel-Autoren Stan Lee und Jack Kirby.

Reed Richards wurde zu Mister Fantastic, er kann seinen Körper nach dem Zwischenfall im All ausdehnen, ist ein regelrechter Gummimensch. Sue Storm kann sich unsichtbar machen – sie ist «Invisible Woman». Ihr Bruder Johnny Storm wurde zur «Human Torch». Der Hitzkopf kann Feuer aus seinem Körper schießen und sich selbst in Flammen einhüllen. Pilot Benn Grimm wurde zu einem merkwürdigen Steinwesen, er nennt sich selbst «The Thing». Der wohl größte Widersacher der «Fantastischen Vier» ist der hundsgemeine Doctor Doom.

Und jetzt steht eine große Big-Budget-Hollywood-Produktion der Comicserie an. «Ich weiß nicht, ob der Film im kommenden Jahr herauskommen wird», sagte Produzent Avi Arad bei eine Pressekonferenz. «Wir versuchen es zumindest. Immerhin haben wir schon einen Regisseur. Aber es ist sehr schwierig, solch eine Art von Film zu machen, aber wir hoffen, dass wir in zwei Jahren fertig sein werden.»

Der fantastische Eichinger
Regie führen wird Peyton Reed, der sich für die Zurück-in-die-Zukunft-Zeichentrickserie verantwortlich zeigte. Auch die voraussichtlichen Drehbuchautoren stehen fest: Chris Columbus, der Regie bei «Harry Potter und der Stein der Weisen» führte, Doug Petrie, Autor für die Serien «Buffy» und deren Spin-Off «Angel», Sam Hamm («Batman Returns») und Michael France, der das Drehbuch zum James-Bond-Film «Golden Eye» verfasst hatte, werden sich einen Plot rund um die mutierten Menschen ausdenken.

Und eigentlich gibt es ja auch schon einen «Fantastic-Four»-Film – produziert von Bernd Eichinger. Das Magazin «Wired» berichtet, dass der deutsche Produzent seinen Low-Budget-Film 1992 bereits im Kasten hatte. Seine Firma «Neue Constantine Film» hatte die Rechte an den «Fantastischen Vier» gekauft, drehte den Film, aber dann kamen die Probleme: Steven Spielberg holte sich für «Amblin» die Rechte an dem Film zurück. Das war es dann mit Eichingers Superhelden-Film.

Nach Meinung der Filmseite «Coming Attractions» sind die Kostüme vom Schurken Doctor Doom und dem Superhelden Thing in dem Low-Budget-Film «fantastisch», und auch die schauspielerischen Leistungen seien beachtlich. Lediglich einige Details im Drehbuch und die Spezialeffekte könnten nicht mit den heutigen Standards mithalten. Es soll möglich sein, den Eichinger-Film bei verschiedenen Comic-Conventions zu kaufen. Eine offizielle Veröffentlichung hat es nie gegeben.

Der voraussichtliche Untertitel für den geplanten «Fantastic Four»-Films steht auch schon fest: «Earth. Wind. Fire. Water. And Doom.»


Für das Web ediert von Till Frommann