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Historien-Drama großer Gewinner bei italienischen Filmpreisen

11. Apr 2002 15:51
 Szene aus 'Der Medici-Krieger'
Nach den Oscars kehrt eigentlich Ruhe ins Filmpreis-Geschehen ein. Doch gibt es da noch die David di Donatella-Preise, das italienische Pendant für die Oscars. Großer Gewinner war das Historien-Drama «The Profession of Arms».

Die deutschen Zuschauer müssen noch über ein halbes Jahr warten bis sie den großen Gewinner der italienischen Filmpreise, der David di Donatella Awards, im Kino sehen können. Erst am 1. November soll der Filmstart von «Der Medici-Krieger» sein. Es geht dabei um das gewaltige Heer des deutschen Kaisers Karl V., das 1526 unter der Führung General Georg von Frundsberg nach Italien geschickt wurde, um die mit Frankreich verbündeten römisch-katholischen Staaten anzugreifen.

Die Päpstlichen Truppen mit ihrem Befehlshaber General de Rovere stellen sich den Kaiserlichen entgegen. Ihnen voran der militärisch brilliante Capitano der gefürchteten Schwarzen Banden: Giovanni di Medici. Erstmals wurden in dieser Schlacht Kanonen eingesetzt. Der Film war der Jury der David di Donatello Awards immerhin neun Auszeichnungen wert, darunter Bester Film, Beste Regie und Bestes Drehbuch.

Beifall für Liza Minnelli

«Der Medici-Krieger» konnte sich damit souverän gegen die zwei Hauptkonkurrenten, Giuseppe Piccionis «Light Of My Eyes» und Silvio

Ging leer aus: Brucio nel vento
Soldinis «Burning In The Wind» durchsetzen. «Medici»-Regisseur Ermanno Olmi erhielt Ovationen als er in seiner Dankesrede dazu aufrief, die italienische Filmindustrie zu fördern und auf das nationale Kino stolz zu sein. «Es kann nicht sein, dass an der Spitze der italienischen Kino-Charts US-Filme stehen und unsere eigenen sehr guten Filme kaum gesehen werden», so Olmi.

Als bester italienischer Schauspieler wurde Giancarlo Giannini ausgezeichnet. Er spielt einen Mann mit Down-Syndrom im Film «Ti Voglio Bene Eugenio». Beste Schauspielerin wurde Marina Confalone für ihre Rolle in der Komödie «Incantesimo Napoletano».

Großen Beifall gab es auch für den Auftritt von Liza Minelli und ihre Darbietung des Songs «New York, New York». Sie erhielt auch einen Ehren-Preis. Roger Moore und Roberto Benigni präsentierten einen posthumen Donatello-Award für den Film-Designer Danilo Donati. Er starb wenige Tage nach Beendigung der Dreharbeiten zu Benignis «Pinocchio»-Verfilmung.

 
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