netzeitung.deFilmregisseur Billy Wilder im Alter von 95 Jahren gestorben

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Billy Wilder (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Billy Wilder
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Filmregisseur Billy Wilder ist tot. Der 95-Jährige starb in seinem Haus in Beverly Hills an einer Lungenentzündung.

Der Filmregisseur Billy Wilder ist tot. Er starb am späten Mittwochabend im Alter von 95 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Beverly Hills. Dies teilte der Produzent George Schatter mit, der seit 40 Jahren mit Wilder befreundet war.
Wilder war an einer Lungenentzündung erkrankt. Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Starregisseur häufiger an Atemproblemen gelitten.

Wilder wurde am 22. Juni 1906 als Sohn jüdischer Eltern in Galizien geboren und wuchs in Österreich auf. Nach einer kurzen Berufstätigkeit als Journalist wechselte Wilder ins Filmfach. In Berlin schrieb er in den 20er Jahren Drehbücher für die Ufa, so für «Der Mann, der seinen Mörder sucht», «Emil und die Detektive» (1931) und «Ein blonder Traum» (1932). Auch an dem Stummfilm «Menschen am Sonntag» (1929) war Wilder als Mitautor beteiligt.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 emigrierte Wilder über Frankreich in die USA, wo er in Hollywood eine zweite Karriere begann. Berühmte Filme Wilders sind zum Beispiel «Frau ohne Gewissen» (1944), «Boulevard der Dämmerung» (1950), «Das verflixte siebte Jahr» (1955); «Zeugin der Anklage» (1958), «Manche mögen´s heiß» (1959), «Das Apartment» (1960), «Eins, zwei, drei» (1961), «Das Mädchen Irma La Douce» (1963) und «Buddy Buddy» (1981).

In der Filmgeschichte bisher einzigartig war sein Erfolg mit «Das Apartment». Als Mitdrehbuchautor, Regisseur und Produzent bekam Wilder drei Oscars für einen Film, eine Leistung, die ihm bisher niemand nachmachte. Insgesamt konnte er im Laufe seines Lebens sechs Oscars einsammeln. 17 mal war er für einen Oscar nominiert. Wilder schrieb über 60 Drehbücher und drehte 26 Filme. (nz)