netzeitung.deDrehbuch-Klassiker «Citizen Kane»

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Orson Welles bei der Premiere von 'Citizen Kane' im Mai 1941 (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Orson Welles bei der Premiere von 'Citizen Kane' im Mai 1941
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Mitglieder des US-Verbandes der Drehbuchautoren haben «Citizen Kane» von Orson Welles offiziell Kult-Status gegeben. Sie kürten das Drehbuch zum besten aller Zeiten.

Von Jens Teschke
 
Die Mitglieder der «Writers Guild of America - East» waren sich einig. Sie kürten das Drehbuch von Herman Mankiewicz für «Citizen Kane» zum besten Skript aller Film-Zeiten.

Unvergessen allein die «Wedding-Scene», in der sich

Orson Welles als alter Verleger an die Jahre seiner Ehe erinnert.
Kanes Frau macht ihm durch die knapp dreiminütige Sequenz Vorhaltungen wegen seiner verleumderischen Angriffe u.a. auf den US-Präsidenten, die er in den Zeitungen seines Verlags führte. Am Ende hat sich das Paar nichts mehr zu sagen.

Damit führt das Drehbuch die Liste der zehn besten Text-Vorlagen an, gefolgt von «Casablanca», das 1942 von einem Autorenteam rund um Julius Epstein geschrieben wurde. Das drittbeste Drehbuch stammt aus der Feder von Mario Puzo und Francis Ford Coppola zu «Der Pate - Teil 1» von 1972.

Zu den Highlights unter den Filmvorlagen zählen außerdem die Drehbücher zu Billy Wilders «Manche mögen´s heiß», und «Sunset Boulevard» sowie «Die Reifeprüfung» von Calder Willingham, «Chinatown» von Robert Towne und «All About Eve» von Joseph Mankiewicz.

Bezeichnend an der Hitliste des Autorenverbandes ist außerdem, dass das jüngste Drehbuch der Top-Ten Woody Allens «Der Stadtneurotiker» aus dem Jahr 1977 ist. Die 4000 Mitglieder des Autorenverbandes vernachlässigten damit die ausgezeichneten Skripte von neueren Filmen wie «American Beauty» oder «Das Fest».