08.03.2001
Herausgeber: netzeitung.de
«Papa» Hemingway - aus Sicht seiner Enkelin
Der Name Ernest Hemingway übt noch immer große Faszination aus. Nun gibt Enkelin Mariel ihr Regiedebüt: mit einem Film über den Schriftsteller.
BERLIN. Fünf Jahre hat Mariel Hemingway an dem Drehbuch über ihren Großvater Ernest gearbeitet. Das Skript greift auf Motive aus einem autobiographischen Roman des amerikanischen Autors zurück. In dem Film «Moveable Feast» wird Mariel Hemingway Regie führen und gleichzeitig eine kleine Rolle übernehmen. Auch Jeff Bridges und Joan Allen sollen für Rollen gewonnen werden.
«Ich bin ein wenig ängstlich, weil ich noch nie Regie geführt habe», sagte die 39-Jährige. Als Schauspielerin war sie dagegen schon beschäftigt. 1976 debütierte sie in «Lipstick» an der Seite ihrer älteren Schwester Margaux.
Tragischer Tod der SchwesterDeren tragisches Schicksal überschattete später das Leben von Mariel Hemingway. Margaux Hemingway wurde am 1. Juli 1996 in Kalifornien tot aufgefunden. Sie hatte als Model und Schauspielerin gearbeitet und soll an Essstörungen gelitten haben.
Ernest Hemingway nahm sich am 2. Juli 1961 das Leben. Er hatte 1954 den Nobelpreis für Literatur bekommen. Der Roman «Moveable Feast» erschien posthum im Jahr 1964. Er beschreibt Hemingways Leben in Paris während der zwanziger Jahre. Mariel Hemingway wurde drei Monate nach dem Selbstmord ihres Großvaters geboren. (nz)