Magische Mythen in «Tiger and Dragon»
09.01.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Sie sind die Helden unzähliger chinesischer Legenden, nun kämpfen sie wie Tiger. Regisseur Ang Lee hat aus alten Mythen ein modernes Kung-Fu-Ballet gemacht.
BERLIN. Die Helden chinesischer Legenden und historischer Romane sind blitzschnell und wendig. Kung-Fu-Meister und Schwertkämpfer springen schwerelos über Dächer oder schweben über Bäume. Ang Lee hat diese fantastischen Kampfszenen in seinem neuen Film «Tiger and Dragon» eingefangen.
Jahrhunderte alter SäbelIm Mittelpunkt des Films steht ein vierhundert Jahre altes, grünes Jadeschwert. Wer es zu bedienen weiß, macht sich nahezu unbesiegbar. Der geachtete wie gefürchtete Krieger Li Mu Bai (Chow Yun-Fat) will es ablegen, um mit seiner Gefährtin Yu Shue Lien (Michelle Yeoh) endlich ein harmonisches Leben führen zu können. Doch das Schwert wird gestohlen. Sie müssen ein letztes Mal gegen alte Feinde eintreten und dabei ein ungestümes Mädchen auf den rechten Pfad führen.
Erfahrung durch «Matrix»Gedreht wurde «Tiger and Dragon» in China. In dem
unverwechselbaren Ang Lee-Film wird das Land zu einem magischen Ort. Die fantastischen Kampfszenen wurden von Yuen Wo Ping choreografiert. Der hatte bereits in «Matrix» die Stunts koordiniert.
Nur wem asiatisches Kino nicht gefällt, wird die dargestellte Kampfkunst für Zirkusnummern halten. Alle anderen wird der am kommenden Donnerstag anlaufende Film wie Kung-Fu-Ballett erscheinen. (nz)