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Von Trier hat Schaffenskrise überwunden: 

Mit dem «Antichrist» auf einen Horror-Trip

21. Aug 2008 17:01
Lars von Trier
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Er wollte seine Filmkarriere «für immer auf Eis» legen, doch jetzt ist er zurück. Dogma-Regisseur Lars von Trier arbeitet in der Eifel am Abschluss seiner USA-Trilogie – mit Unterstützung aus Hollywood.

An diesem Donnerstag beginnen in Nordrhein-Westfalen die Dreharbeiten zu Lars von Triers neuem Film «Antichrist». Willem Dafoe («Spiderman») und Charlotte Gainsbourg («Science of Sleep») haben die Hauptrollen in dem Psycho-Thriller übernommen. Sie spielen ein Ehepaar, das sich nach dem Tod ihres Kindes in eine isolierte Waldhütte zurückzieht. Dort sind dunkle Mächte am Werk, die ihren Aufenthalt in einen Horror-Trip verwandeln.

«Ich möchte dazu einladen, einen kleinen Blick hinter den Vorhang, in die dunkle Welt meiner Imagination zu werfen: In das Wesen meiner Ängste, in das Wesen des Antichrist», sagte Lars von Trier über den Film.

Grusel im Rhein-Sieg-Wald

Der dänische Regisseur hatte im vergangenen Jahr wegen seiner Depressionen eine Kreativpause eingelegt. Damals sagte von Trier in einem Interview, dass er «Antichrist» möglicherweise für immer auf Eis gelegt habe. Gedreht wird nun an 40 Tagen in Wäldern im Rhein-Sieg-Kreis, Köln und Wuppertal.

Hauptrolle in
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Der Horrorfilm ist der dritte und letzte Teil seiner USA-Trilogie. Von Trier bezeichnete den ersten Teil «Dogville» (2003) mit Nicole Kidman als seinen bisher besten und wichtigsten Film. Der zweite Teil «Manderlay» (2005) mit der relativ unbekannten Bryce Dallas Howard als Kidman-Ersatz floppte an den Kinokassen und bei den Kritikern.

Keine künstlichen Effekte

Für die Filmstiftung NRW ist es nach «Dancer In The Dark», «Dogville», «Manderlay» und «The Boss of it All» bereits die fünfte Zusammenarbeit mit Lars von Trier. «Als Regisseur fordert er allen Beteiligten und sich selbst die besten Leistungen ab. 'Antichrist' ist ein außergewöhnliches und technisch sehr aufwändiges Projekt. Das ist eine tolle Herausforderung für uns», sagte Produzentin Bettina Brokemper.

Der 52-Jährige gilt als einer der eigenwilligsten europäischen Filmregisseure. Im Jahr 2000 erhielt er für sein Dogma-Musical «Dancer In The Dark» den Großen Preis beim Festival in Cannes. Bei Spielfilmen nach den «Dogma»-Regeln dürfen unter anderem keine Musikuntermalung, kein künstliches Licht und keine nachträglichen Veränderungen von Bild oder Ton vorgenommen werden. (nz)

 
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