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Geschätfsführerin schmeißt hin: 

Tom Cruise im Stich gelassen

15. Aug 2008 09:15
Nach dieser Rolle ohne Produktionspartnerin: Cruise als Stauffenberg
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Hollywoodstar Cruise ist wieder Single – zumindest beruflich. Seine Produktionspartnerin bei United Artists will ihren Job aufgeben. Zum Stauffenberg-Film «Walküre» gibt es trotzdem eine positive Überraschung.

Tom Cruise verliert seine langjährige Kollegin beim einst legendären Filmstudio United Artists (UA). Paula Wagner, vor zwei Jahren mit viel Vorschusslorbeeren zur neuen Geschäftsführerin berufen, kündigte am Mittwoch ihren Rücktritt an. Das Duo war vor zwei Jahren angetreten, die von Charly Chaplin mitgegründete Filmfirma wieder zum Leben zu erwecken. Der US-Kinostart für «Walküre» wurde unterdessen überraschend auf Weihnachten vorverlegt.

Wagner will nach Angaben des Filmblatts «Variety» als Geschäftsführerin zurücktreten, aber gemeinsam mit Cruise ihre Anteile an dem Studio behalten. «Ich habe meine Zeit als Managerin sehr genossen», erklärte sie. «Aber ich wollte gern zu meiner wahren Liebe, dem Filmemachen, zurück. Und dazu habe ich mich entschieden.»

30 Millionen Dollar Verlust

Wagners Arbeit sei enttäuschend gewesen, berichtete «Variety» und beruft sich auf Insider. Nach Ansicht der Muttergesellschaft Metro- Goldwyn-Mayer (MGM) habe die Geschäftsführerin nicht aggressiv genug neue Projekte entwickelt.

Die erste Produktion unter Wagners Führung, der Politthriller «Von Löwen und Lämmern», floppte im vergangenen Jahr. Medienberichten zufolge soll der Film 30 Millionen Dollar Verlust gemacht haben. Um die Dreharbeiten des Thrillers «Walküre» (im Original: «Valkyrie»), in dem Cruise den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt, hatte es im vergangenen Jahr in Berlin einen beispiellosen Wirbel gegeben - vor allem wegen der Mitgliedschaft des Superstars in der Scientology-Organisation.

Gute Resonanz bei Test-Screenings

Ursprünglich sollte der Streifen Ende Juni 2008 anlaufen, der Start wurde jedoch mehrfach verschoben, zuletzt auf Februar 2009. Die jetzt überraschend verkündete Vorverlegung auf den 26. Dezember begründete MGM mit der guten Resonanz bei Testvorführungen.

«Wir haben den Film gesehen und getestet und wir glauben, dass ein starker Film einen starken Starttermin verdient», sagte Clark Wood, Chef des MGM-Verleihs, am Mittwoch (Ortszeit). Mit der Vorverlegung hat «Walküre» nun auch Chancen, bei der nächsten Oscar-Verleihung berücksichtigt zu werden. In Deutschland soll der Film am 5. Februar 2009 in die Kinos kommen.

Wagners Rücktritt wird «Variety» zufolge erwartet, wenn die Postproduktion des Films bei United Artists abgeschlossen ist. Das Studio war 1919 von den Hollywoodgrößen Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks, Mary Pickford und D. W. Griffith gegründet worden. Es brachte Filme wie «Lichter der Großstadt» (1931), «Rebecca» (1940), «Zwölf Uhr mittags» (1952), «Manche mögen's heiß» (1959), «Apocalypse Now» (1979) und zahlreiche «Bond»-Abenteuer auf die Leinwand. (nz/dpa)

 
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