Vernichtende Kritik für «SaTC»:
Kein Sinn fürs Seichte
29.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Auch Carmen Böker von der «Berliner Zeitung» hält die Leinwandversion von «Sex and The City» für gescheitert. Fazit: «145 Minuten, die sich zur hauchfeinen Nichtigkeit weiten wie ein halterloser Strumpf.»
«Zeit»-Kolumnist Diedrich Diederichsen schließt sich dieser Meinung an: «Hätte sie (Carrie Bradshaw) doch einen Schuh geheiratet! Menschen, die sich zu Objekten hingezogen fühlen und diese auch ehelichen, sind der letzte Schrei (Stichwort: Objektophilie). Aber zum letzten Schrei reicht es hier nicht. In mancher Hinsicht.»
Und Frederik Hanssen vom «Tagesspiegel» bemängelt: «Wenn aber die Handlung ganz auf die Paar-Konflikte fokussiert ist, geht die metropolitane Coolness flöten, für die man diese Serie lieben kann. Zumal auch die Dialoge im Vergleich mit der politisch wunderbar unkorrekten HBO-Serie durchgängig sehr brav bleiben.»
Ulf Poschardt beschreibt die SaTC-Charaktere in der «Welt» als «Materialisten«, die Dinge nutzten, »als wären sie beseelt» und deutet Miss Bradshaws Kleiderschrank als «eine Art Tagebuch verlorener Träume und Hoffnungen».
«Süddeutsche»-Autorin Rebecca Casati fragt sich schließlich: «Ist 'Sex and the City' doch mehr als nur Schuhekaufen, Merchandising, Heiraten und ein klebriger Proseccoabend unter Freundinnen? Aber ja.» (nz)
Für das Web ediert von Julia Wilczok

