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Videos seit 40 Jahren offiziell unter Verschluss: 

Rassistische Warner-Cartoons auf Youtube

02. Mai 2008 16:37
Szene eines Warner-Cartoons mit dem Titel 'Coal Black and de Sebben Dwarfs' von 1943
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Elf rassistische Trickfilme von Warner Brothers sind auf Youtube aufgetaucht. Statt auf die Inhalte einzugehen, äußerten sich das Filmstudio und die Videoplattform lediglich zu Urheberrechtsfragen.

Bereits vor ihrer ersten Veröffentlichung 1943 sorgten elf rassistische Cartoons aus dem Hause Warner Brothers, die als «Censored 11» bekannt sind, für heftige Diskussionen. Die Trickfilme, die seit 1968 nicht mehr offiziell gezeigt wurden, sind nun auf Youtube aufgetaucht. Nachdem das Filmstudio eine Copyright-Verletzung gemeldet hatte, seien einige der Videos bereits am 16. April wieder von der Videoplattform entfernt worden, wie die «New York Times» berichtet, weitere tauchen jedoch bereits wieder bei Youtube auf.

«Cartoons nie per Gesetz verboten worden»

Das Portal verlasse sich auf die Rechteinhaber, um Urheberrechtsverletzungen zu identifizieren, sagte Youtube-Sprecher Ricardo Reyes dem Blatt. Des Weiteren sei das Portal bei fraglichen Inhalten auf die Hilfe der Nutzer angewiesen. «Wenn sich die Leute nicht beschweren, bleiben die Videos online», so Reyes weiter. Youtube würde die Videos erst entfernen, wenn eine Copyright-Verletzung vorliege. Das Filmstudio meldete sich nach dem Auftauchen der Cartoons in einer Email zu Wort. «Warner Brothers hält die Rechte an den fraglichen Titeln. Wir schützen all unsere Rechte vehement und machen keine Unterscheidungen auf Grundlage der Inhalte», hieß es darin. Sowohl das Filmstudio als auch das Videoportal äußerten sich bislang nicht zum Inhalt der Videos.

Ein Youtube-User namens «WMAV01» teilte dem Blatt in einer Email mit, dass die «Cartoons nie per Gesetz verboten worden sind und einen historischen Wert besitzen». Er sei auf Internetseiten wie «foundrymusic.com» auf die Trickfilme gestoßen. Die Videos werden außerdem auf diversen Webseiten zum Verkauf angeboten.

Die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) protestierte bereits vor über vierzig Jahren erfolglos gegen die öffentliche Ausstrahlung der rassistischen Trickfilme. (nz)


 
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