Katherine Jackson hat das Sorgerecht für ihre Enkel: 

netzeitung.deJackson-Kinder «sind da, wo sie hingehören»

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Katherine Jackson darf sich nun auch offiziell um ihre drei Enkel kümmern (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Katherine Jackson darf sich nun auch offiziell um ihre drei Enkel kümmern
Foto: AP
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Erst die Kinder, dann das Vermögen: Nur vier Tage nach seinen Tod ist einiges von dem, was von Michael Jackson bleibt, bereits wieder unter Kontrolle des Jackson-Clans. Vater Joe Jackson will zudem ein neues Plattenlabel gründen.

Die Familie des verstorbenen Michael Jackson hat nur vier Tage nach dessen Tod bereits die Kontrolle über Teile seines Vermögens und das vorübergehende Sorgerecht für alle drei Kinder erhalten. Ein Richter gewährte Jacksons Mutter am Montag begrenzte Kontrolle über Gegenstände aus dem Besitz ihres Sohnes.

Die wurden nicht einzeln genannt, es geht aber wohl um Erinnerungsstücke, Kostüme, Aufnahmen und Trophäen aus Jacksons Anwesen «Neverland». Vater Joe Jackson kündigte unterdessen die Gründung eines neuen Plattenlabels an, und heizte so Spekulationen um unveröffentlichte Songs des «King of Pop» an. Nach Angaben der Familie soll es kein gültiges Testament Jacksons geben, andere Quellen zufolge gibt es doch eines.
Nicht die Rechte für den Beatles-Katalog
Richter Mitchell Beckloff gewährte der Familie jedoch zunächst keine Kontrolle über Jacksons Finanzanlagen. Darunter befindet sich die auf zwei Milliarden Dollar geschätzte 50-Prozent-Beteiligung am Musikkatalog Sony/ATV, der beispielsweise die Musik der Beatles einschließt. Die drei Kinder Jacksons - Michael Joseph Jr. (12), Paris Michael Katherine (11) und Prince Michael II. (7) - werden zunächst unter die Obhut ihrer Oma gestellt. «Das ist es, wo sie hingehören», sagte Joe Jackson. «Wir werden uns um sie kümmern.»
Gerüchte über Obduktion dementiert
Familienanwalt Londell McMillan fügte hinzu, von der leiblichen Mutter der ersten beiden Kinder, Deborah Rowe, habe die Familie bisher nichts gehört. Der jüngste Sohn wurde von einer Leihmutter geboren. Eine Regelung über die Beisetzung des «King of Pop» steht noch immer aus. Sein Vater Joe erklärte, die Familie wolle zuerst noch die Ergebnisse der zweiten Autopsie abwarten. Die bereits von britischen Medien verbreiteten Details aus der ersten Obduktion wurde mittlerweile von Seiten der Behörden in Los Angeles dementiert. Einige der zuerst in der britschen «Sun» veröffentlichten Einzelheiten seien schlicht falsch, hieß es.

Die Familie des Popstars hatte wegen Zweifeln zur Rolle des Leibarztes von Jackson eine zweite Autopsie beantragt. Zugleich wies Joe Jackson Berichte zurück, sein Sohn werde auf der Neverland-Ranch beigesetzt. Die mehr als 750.000 Jackson-Fans, die sich Karten für eines der geplanten 50 Konzerte in London gekauft hatten, können aufatmen. Allen Käufern werde die Möglichkeit einer vollen Rückerstattung oder die Ausstellung eines Souvenirtickets eingeräumt, erklärte der Veranstalter AEG.

Gleichzeitig veröffentlichte AEG Fotos von den letzten Proben des Superstars für seine «This is it»-Konzertreihe. Offenbar erwägt der Veranstalter eine Vermarktung der Bild- und Tonaufnahmen, die noch vergangene Woche in Los Angeles entstanden. (nz)