30.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
'This is it' - Jackson bei seiner letzten Probe vor seinem Tod in der Kulisse seines Comebacks
Foto: dpa/ Kevin Mazur/AEG
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Bühne im Stile von Elvis Presleys Comeback-Special, davor ein fit wirkender Michael Jackson bei den Proben: Nun kursieren auch authentische letzte Bilder des «King of Pop». Damit nicht genug - Produzent Will.I.am will gar ein Dance-Album mit ihm gemacht haben.
Michael Jackson tanzend auf dem Tisch - am Montag zeigten diverse Medien, unter anderem die «Bild»-Zeitung Bilder des Popstars, die angeblich nur wenige Stunden vor seinem Tod aufgenommen waren. Die Bilder jedoch waren alt. Wie das Blatt selbst in seiner Ausgabe vom Dienstag richtigstellte, stammen die Aufnahmen bereits aus dem Jahre 2003 und wurden weltweit von der Fotoagentur Reflex angeboten.
Neben «Bild» zeigten auch RTL, «Die Welt», «Frankfurter Rundschau» und die britische «Sun» die Fotos. Nun, einen Tag später legt das Boulevard-Blatt aus London noch einmal nach und legt Bilder vor, die den vergangene Woche verstorbenen Sänger tatsächlich in der Kulisse seiner «This is it»-Konzertreihe zeigen. Die Aufnahmen sollen vergangene Woche Mittwoch im Staples Center in Los Angeles gemacht worden sein.
Sie zeigen Jackson in einem dunklen Anzug vor einem riesigen Licht-Schriftzug in Stile von Elvis Presleys Bühnenbild bei dessen Comeback-Special für den Sender NBC im Jahr 1968.
«Der magische Michael»Ein Beobachter sagte dem Blatt: «Michael war deutlich besser in Form als in den vergangenen Jahren. Er bereitete sich auf eine außergewöhnliche Show vor. Er lachte und scherzte mit seinen Tänzern und schien so viel Energie zu haben. Es ist schwer zu glauben, dass er 48 Stunden später tot war.» Ein zweites Bild zeigt Jackson mit Hut und in einem hellen Sacko bei einer seiner typischen Tanzbewegungen. Fotograf Kevin Mazur sagte: «Als er die Bühne betrat, war ich begeistert, dass der magische Michael Jackson zurück war. Britischen Medien zufolge wurde jene Probe zufälligerweise (?!) komplett aufgezeichnet und könnte dementsprechend als Film, DVD und CD vermarket werden.
Die Rechte besitzt der Konzertveranstalter AEG Live, der durch die Absage der 50, nicht komplett versicherten Konzerte bekanntlich in einer finanziell prekären Lage steckt. Den Fans, so erklärte AEG Live, sollen die Eintrittspreise voll erstattet werden - es bestehe auch die Möglichkeit, diee Karte zu als Erinnerung zu behalten und weniger Geld zurückzubekommen. «This is it - der letzte Auftritt» ist aber nicht das einzige Material, das in den kommenden Wochen und Monaten von Jackson auf den Markt kommen dürfte.
200 neue Titel für die Kinder als Erbe?Der Black-Eyed-Peas Produzent Will.I.am etwa hat nach eigenen Angaben seit Monaten ein «revolutionäres Album» mit dem «King of Pop» aufgezeichnet. Darauf würde Jackson erstmals zeitgenössische Dance-Sounds voll ausnutzen, so der US-Star gegenüber BBC online. Dem britischen «Mirror» erklärte er weiter, dass er die innerhalb eines Jahres in Irland entstandenen Tracks jedoch nicht mehr besitze. Jackson habe ein großes Geheimnis um die Aufnahmen gemacht und sich alle Aufzeichnungen und jedes Demo stets zurückschicken lassen. Sie könnten im Nachlass des Sänger sein und nun posthum veröffentlicht werden.
Experten rechnen mit einer Welle von neuen oder nur neu arrangierten Songs des Sängers, der seit 2001 kein neues Album mehr veröffentlicht hatte. Der britische Journalist Ian Halperin, der Jackson seit Jahren für ein nun erscheinendes Enthüllungsbuch beobachtete, behauptete in der «Daily Mail» gar, dass der hoch verschuldete Jackson bis zu 200 unveröffentlichte Titel zurückgehalten habe - als eine Art Nachlass für seine drei Kinder, denen mit den daraus entstehenden Erlösen ein sorgenfreies Leben ermöglicht werden soll. US-amerikanischen Medienberichten zufolge ist unterdessen ein Testament des Sängers aufgetaucht.
In diesem letzten Willen aus dem Jahren 2002 habe Jackson sein Erbe unter seiner Mutter, den drei Kindern und diversen Wohltätigkeitsorganisationen aufgeteilt. Ausdrücklich nicht berücksichtigt würde demnach Jacksons Vater Joseph, zu dem Michaels Verhältnis schwer zerrüttet gewesen sein soll. Sollte das Testament echt sein, könnte es Donnerstag geöffnet werden.