Wie Beate Uhse zum Sex kam
Unter dem Titel «Beate Uhse - Freiheit für die Liebe» lässt RTL das bewegte Leben der 2001 verstorbenen Erotikartikel-Unternehmerin verfilmen. Der Film werde in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Zeitsprung entwickelt, bestätigten Sprecher des Kölner Senders.
Schon früh interessierte sich die junge Beate für alles, was Mädchen damals nicht zu interessieren hatte: Speerwerfen, Fliegen, Sexualität und Freikörperkultur. Bereits zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges kämpfte die 1919 Geborene für sexuelle Aufklärung, in dem sie die «Schrift X» vertrieb.
Die Broschüre zum Preis von 50 Pfennig, klärte über die Verhütungsmethode nach Knaus-Ogino (Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage) auf und machte die spätere Wahlschweizerin so zur Wegbereiterin in Sachen Familienplanung. Zuvor blieb unwissenden Männern und Frauen bei ungewollter Schwangerschaft nur der Gang zu so genannten Engelmacherinnen.
Ärger mit dem Gesetz war in der prüden Nachkriegszeit natürlich vorprogrammiert und selbst der lokale Tennisclub wollte sie aufgrund «allgemeiner Bedenken» nicht als Mitglied aufnehmen. Trotz aller Erschwernisse ließ die Unternehmerin sich jedoch nicht beirren, mit Erfolg: Die Beate Uhse AG ist immer noch deutscher Marktführer im erotischen «Zubehörhandel». (nz)
