Zu Nikolaus wird Scottys Asche ins All «gebeamt»
15.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Scotty alias James Doohan.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Es war der letzte Wunsch des «Star Trek»-Schauspielers Doohan: eine Bestattung im All. Am 6. Dezember startet der «Memorial Spaceflight» - mit an Bord: die Asche mehrerer Deutscher.
Der letzte Wunsch des einstigen Chefingenieurs der «Enterprise» soll am 6. Dezember in Erfüllung gehen. Dann werde die Asche von «Scotty» alias James Doohan ins Weltall «gebeamt». Dies gab die Firma Space Services Inc. in Houston am Freitag bekannt. Die Überreste des kanadischen «Star Trek»-Schauspielers und weiterer 170 Kunden soll von dem kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg an Bord einer kommerziellen Rakete als Beipack abheben.
«Auch die Überreste von vier oder fünf deutschen Kunden fliegen mit», teilte Space-Services-Sprecherin Susan Schonfeld mit. Auch die Asche eines Astronauten gehe an Bord, dessen Name aber erst am Starttag bekannt gegeben werden soll. Es ist der sechste so genannte «Memorial Spaceflight» des amerikanischen Unternehmens.
Öffentliche GedenkfeierSchonfeld zufolge haben so viele «Scotty»-Fans aus aller Welt ihr Interesse an der Aktion bekundet, dass nun einen Tag vor dem Raketenstart nahe der Abschussrampe eine öffentliche Gedenkfeier stattfinden soll. Auf der Webseite www.spaceservicesinc.com fordert Schauspieler-Witwe Wende Doohan die Fans zum Einsenden von Grußworten auf, die dann mit der Asche ins All geschickt werden sollen.
Seit Jahrzehnten und wohl noch für lange Zeit wird Doohans «Enterprise»-Rolle mit einem der bekanntesten Sprüche der Fernseh- und Filmgeschichte verbunden bleiben: «Beam mich rauf, Scotty», sagten Mitglieder der Besatzung, wenn sie auf wundersame Weise von fernen Planeten zurück ins All und in die Sicherheit der dort geparkten «Enterprise» geholt werden wollten.
Mit Hochtechnologie ins AllMit Hochtechnologie soll nun auch Scottys Letzter Wille verwirklicht werden. Der Abschuss erfolgt an Bord einer «Falcon 1» Rakete, die viele Jahre auf einer Umlaufbahn die Erde umkreisen wird. Die Metallkapsel mit der Asche werde später beim Wiedereintritt von Teilen der Rakete in die Erdatmosphäre verglühen, teilte Schonfeld mit. (nz)