Wegen Horst Schlämmer im TV-Spot: 

netzeitung.deKerkeling will Republikaner stoppen

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Schlämmer im Wahlwerbespot? Das ließ sich Kerkeling nicht gefallen (Foto: Promo<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schlämmer im Wahlwerbespot? Das ließ sich Kerkeling nicht gefallen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Republikaner setzen auf die Popularität des fiktiven Kanzlerkandidaten Schlämmer, um für sich im Bundestagswahlkampf zu werben. Deshalb geht TV-Entertainer Kerkeling nun gegen die Partei vor.

Weil die rechtsgerichtete Partei seine Filmfigur Horst Schlämmer in einem TV-Spot zu ihren Gunsten nutzt, will TV-Entertainer Hape Kerkeling nun eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Ausstrahlung des Clips erwirken. Kerkelings Anwalt Harro von Have bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung.

Die Republikaner seien am Freitag bereits abgemahnt worden, doch eine Reaktion ihrerseits habe es nicht gegeben, sagte der Hamburger Jurist. Mit der einstweiligen Verfügung gehe man nun einen Schritt weiter. «Es ist absolut nicht zulässig, dass eine Partei die Popularität meines Mandanten ausnutzt», sagte Have der «Bild».

In dem knapp zweiminütigen Wahlwerbespot der Republikaner sagt die rechte Kandidatin Uschi Winkelsett: «Nein, mein Name ist nicht Schlämmer. Und ich kandidiere auch nicht für eine Spaßpartei. Politik ist nicht lustig. Aber seine 18 Prozent würden auch uns gut stehen ...». Am Schluss des Films, der laut «Bild» bereits dreimal im Fernesehen gelaufen ist, heißt es zudem: «Wählen Sie die Republikaner. Frei nach Horst Schlämmer: Schlechter als die anderen sind wir auch nicht.»

Kerkeling will weitere Ausstrahlung verhindern
Der Film «Horst Schlämmer - Isch kandidiere!» läuft seit Ende August deutschlandweit in den Kinos. Als stellvertretender Chefredakteur schmeißt Kerkeling alias Schlämmer seinen Job beim «Grevenbroicher Tagblatt», um höheren Ambitionen zu folgen. Er entschließt sich, die Horst-Schlämmer-Partei (HSP) zu gründen, mit der er ins Bundeskanzleramt möchte.

Kerkeling selbst sagte der «Bild», sein Anwalt habe alles in die Wege geleitet, um eine weitere Ausstrahlung des Republikaner-Spots zu unterbinden. «Es ist nun an den Gerichten zu entscheiden», betonte er. (dpa)