12.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Weiß, wie man wirbt, äh - winkt, Hugh Jackman.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Braungebrannt und gutgelaunt stellte der Schauspieler in Berlin seinen neuen Film «Australia» vor. Dabei erörterte er auch die Frage, was an australischen Männern so attraktiv ist.
«Ist das ein Kerl!» «Also ich finde ihn nicht so wahnsinnig umwerfend.» - «Doch, das ist doch ein Bild von einem Mann.» «Den 'Sexiest Man Alive' habe ich mir aber ganz anders vorgestellt.» «Also ich würde ihn schon mal mitnehmen.»
Stimmen auf der Damentoilette in der Australischen Botschaft in Berlin, kurz nachdem der Schauspieler Hugh Jackman für seinen neuen Film «Australia» die Werbetrommel gerührt hatte. Zusammen mit Regisseur Baz Luhrmann und der Co-Produzentin Catherine Martin erzählte der Australier von den Dreharbeiten zu dem fast dreistündigen Epos.
Seinen durchtrainierten Panzer-Torso konnte man unter der Lederjacke nur erahnen, doch die Pilotenbrille am T-Shirt-Kragen und die Travolta-Frisur verrieten, dass der braungebrannte Schauspieler auch im echten Leben ein cooler Kerl ist. Aber auch ein sympathischer. Den Mitarbeitern der Botschaft, die ihre Bürofenster öffneten, um den Star im Innenhof zu fotografierten, lächelte er stets freundlich zu.
Der Hohn der FreundeAuf die Frage, was das Geheimnis der australischen Männer sei, wo doch er als deren Stellvertreter jüngst vom «People»-Magazin zum «Sexiest Man Alive» gewählt wurde, antwortete der Beau augenzwinkernd: «Wir reden. Wir tanzen. Wir sind lustig. Und eben harte Kerle.» Dennoch, die Hälfte seiner Freunde hätten ihm sofort nach der Kür Fotos geschickt, auf denen er alles andere als attraktiv aussehe, plauderte Jackman. Und die andere Hälfte habe ihn aufgezogen mit Sprüchen wie «Ich habe Turnschuhe, die sexier sind als du». So ein Titel ist eben kein leichtes Los.
Hugh Jackman schwärmte von den Dreharbeiten im Outback seines Heimatlandes. Es sei dort so schön gewesen, dass ihm das normale Leben in der Stadt irgendwann lächerlich vorgekommen wäre. Blackberry, Internet all das hätte er nach einer Weile fast vergessen. Stattdessen habe er mit seinem Sohn Oscar, der ihn einen Teil der Dreharbeiten begleitete, die Sonnenaufgänge und Lagerfeuer-Romantik genossen.
Besonders beeindruckt hat den Schauspieler auch die taffe, australische Filmcrew. Als einige der Helfer gerade eine Gleisstrecke bauten, hätten sich plötzlich ungefähr 200 Blutegel an die Beine eines Mannes gesaugt. Die Sanitäter wollten ihm helfen, doch der Mann wehrte ab. «Später», soll er entgegnet haben, «ich muss das hier erst noch fertig machen.» Das, so Jackman, sei ein wesentlicher Unterschied zu jeder amerikanischen Filmcrew.
Trotz Kidman Minus an den KinokassenAuch seiner Filmpartnerin Nicole Kidman, eine gute Freundin seiner Frau, zollte er größten Respekt. «Sie ist sehr mutig», erzählte er, «und außerdem eine gute Reiterin.» Am meisten beeindruckt habe ihn aber, dass sie bereits 1200 Fallschirm-Sprünge hinter sich habe.
Die blonde Oscar-Preisträgerin war nicht zur Vorstellung des Filmes nach Berlin gereist. Sie ist aber am Samstag, dem 13. Dezember mit Hugh Jackman zu Gast bei Thomas Gottschalk bei «Wetten, dass...?» in Stuttgart.
An den US-Kinokassen hat «Australia» bislang enttäuscht. Seit dem Start am 26. November hat der Film erst rund 32 Millionen Dollar eingespielt. Die Produktionskosten für den Film werden aber auf ungefähr 120 Millionen Dollar geschätzt. (nz)