Wollen heiraten: Ellen DeGeneres und Portia de Rossi
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Gerade erst hat Kalifornien die Homo-Ehe legalisiert, schon wollen Stars wie Ellen DeGeneres und Cynthia Nixon heiraten. Bei Jodie Foster und ihrer Partnerin hingegen soll die Liebe vorbei sein. Mit Video
Nachdem das Oberste Gericht in Kalifornien das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in dem US-Staat gekippt hat, wollen einige Prominente die neue Freiheit sofort nutzen. Die Komikerin Ellen DeGeneres kündigte noch am Donnerstag die Hochzeit mit ihrer Freundin, Schauspielerin Portia de Rossi («AllyMcBeal») an, wie es aus Produktionskreisen ihrer «Ellen DeGeneres Show» hieß.
Die Aussage fiel mitten während der Dreharbeiten zu einer neuen Episode, bei der De Rossi mit im Studio war. Alle Anwesenden hätten lauten Beifall gespendet. DeGeneres, die mit der für ihre Outing-Szene berühmten Sitcom «Ellen» bekannt wurde und auch schon die Oscar-Verleihung moderierte, setzt sich schon lange für die Gleichstellung homosexueller Paare ein.
Auch Cynthia Nixon ist willig
Die 50-Jährige ist nicht die einzige Heiratswillige in Hollywood: Auch «Sex and the City»-Star Cynthia Nixon möchte mit ihrer Partnerin Christine Marinoni vor den Traualtar treten. «Wenn es in New York legal wird, dann würde ich das auf jeden Fall tun. Meine Freundin will auch heiraten, mein Freund wollte das nie», sagte die 42-Jährige der britischen Zeitung «Mirror».
Will in keine Schublade gesteckt werden: Cynthia Nixon
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Nixon hatte sich 2004 nach 15-jähriger Beziehung von ihrem Lebensgefährten Danny Mozes, einem Englischlehrer, getrennt. Mit ihm hat sie zwei Kinder, Samantha (11) und Charles (5). Ihre Liebesbeziehung zu einer Frau hielt Nixon alias Rechtsanwältin Miranda lange geheim - sie wollte sich nicht in eine Schublade stecken lassen.
«Ich war mein Leben lang mit Männern zusammen und habe mich vorher noch nie in eine Frau verliebt«, sagte die Schauspielerin. »Als es passierte, fand ich es gar nicht so seltsam. Ich definiere mich nicht. Ich bin nur eine Frau, die eine andere Frau liebt», so Nixon.
Trennungsgerüchte bei Jodie Foster
Unterdessen hat sich Jodie Foster offenbar von ihrer neun Jahre älteren Lebensgefährtin Cydney Bernard getrennt. Das - allerdings nicht sonderlich vertrauenswürdige - US-Klatschmagazin «National Enquirer» zitiert einen Bekannten der beiden zum angeblichen Ende ihrer Liebe: «Jodies Beziehungs-Aus mit Cydney ist schockierend.»
Soll wieder Single sein: Jodie Foster
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Die Meldung überrascht tatsächlich, hatte sich Oscar-Gewinnerin Foster doch vor nur vier Monaten bei einer Preisverleihung erstmals öffentlich zu Bernard bekannt. Davor wich die 45-Jährige dem Thema in allen Interviews aus. Dabei soll Foster schon seit 14 Jahren mit der Filmproduzentin zusammengelebt haben.
Umjubelter Richterspruch in San Francisco
Das mutmaßliche Ex-Paar hat außerdem zwei gemeinsame Kinder: Foster hatte Charles (9) und Kit (6) nach künstlichen Befruchtungen geboren. Die Schauspielerin ist ab 19. Juni an der Seite von «Little Miss Sunshine» Abigail Breslin (spielt ihre Filmtochter) in dem Film «Die Insel der Abenteuer» zu sehen.
Die Trennungsgerüchte kochen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt über, wo Foster und Bernard ihre Liebe endlich offiziell besiegeln dürften. Nach dem Urteil des kalifornischen Gerichts können gleichgeschlechtliche Ehen bereits in etwa einem Monat geschlossen werden. Mit einer knappen Stimmenmehrheit erklärte der Supreme Court in San Francisco das bisherige Verbot am Donnerstag für verfassungswidrig. Das bestehende Gesetz verstoße gegen «das grundlegende in der Verfassung verbriefte Recht, eine Familie zu gründen», zitierte der «San Francisco Chronicle» aus der Begründung der sieben Richter.
Erst gegen, dann für die Homo-Ehe: Arnold Schwarzenegger
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«Arnie» unterstützt Homosexuelle
Die Stadt San Francisco war vor vier Jahren mit 14 gleichgeschlechtlichen Paaren gegen das Verbot von Homo-Ehen vor Gericht gezogen. Bei einem Volksentscheid im Jahr 2000 hatte die Mehrheit der kalifornischen Wähler für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau gestimmt. Aus Sicht der Kläger verstieß dies jedoch gegen die Gleichstellungsgesetze des Staates. Vor dem Gerichtsgebäude wurde die Entscheidung, die mit vier zu drei Stimmen fiel, als «historisches Ereignis» gefeiert. «Kalifornien geht voran und die ganze Nation wird folgen», sagte San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom vor jubelnden Anhängern. Er hatte 2004 bereits eigenmächtig die Trauung von Lesben und Schwulen erlaubt. Über 4000 Paare gaben sich das Ja-Wort, bevor Richter einen Monat später einen sofortigen Stopp der Eheschließungen anordneten.
Konservative sammeln Stimmen für Urteilsumkehrung
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger teilte mit, er werde die Entscheidung des Obersten Gerichts respektieren und verteidigen. In der Vergangenheit hatte der Republikaner mehrmals gegen die Homo-Ehe gestimmt und sich dabei auf den Volksentscheid berufen, den er als Gouverneur zu achten habe. Einen Verfassungszusatz, der die Ehe allein als Verbindung zwischen Mann und Frau festschreibt, würde er nicht unterstützten, betonte Schwarzenegger.
Um einen derartigen Zusatz in der kalifornischen Verfassung bemühen sich konservative Gruppen. Sie haben bereits genügend Unterschriften für eine entsprechende Wählerinitiative bei den Wahlen im kommenden November gesammelt. Spricht sich die Mehrheit der Kalifornier für diesen Zusatz aus, wäre damit das Urteil des Obersten Gerichtshofes überstimmt und die Homo-Ehe unzulässig. In 26 US-Bundesstaaten ist die alleinige Ehe zwischen Mann und Frau bereits verfassungsmäßig festgeschrieben.
Kalifornien ist der zweite US-Bundesstaat, der gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Der Oberste Gerichtshof im Bundesstaat Massachusetts entschied im November 2003, dass die Verweigerung der staatlichen Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren diskriminierend sei und die Verfassung des Bundesstaates verletze. Seit Mai 2004 werden in Massachusetts Homo-Ehen geschlossen. (nz/AP/dpa)