Wie bei der ersten US-Stippvisite im Februar, als die Konzerte restlos ausverkauft waren, ist die Band von ihrem Erfolg in den USA selbst überrascht. So gab es nach einem Auftritt beim Musiksender MTV einen regelrechten Auflauf am Times Square mitten in Manhattan. Bei einem PR-Termin zum Signieren von CDs musste das Musikgeschäft wegen des großen Andrangs schließen. «Für uns ist es immer noch ein bisschen wie: «Wow, super! Wir haben einen Fan in Amerika»», gesteht Bill.«Scream» ist eine Mischung aus den beiden bisher in Deutschland erschienenen Alben «Schrei» und «Zimmer 483». Die Titel wurden ins Englische übersetzt und neu eingespielt - Stress für die Jungs. «Wir sprechen ja kaum Englisch. Da muss man echt schmerzfrei sein», sagt Bills Zwillingsbruder Tom. Die Website des angesehenen Fachmagazins «Rolling Stone» lobt dagegen augenzwinkernd, Bills «seltsame Aussprache» mache ihn nur noch charmanter. Das US-Blatt hat die Vier ebenfalls zum Interview geladen.
Nach einem Konzert an diesem Dienstag in Los Angeles und zwei Auftritten in Kanada geht es dann vorerst zurück nach Europa, für den Sommer ist ein neuer USA-Trip geplant. Aber davor sollen auch die deutschen Fans mal wieder auf ihre Kosten kommen: Am 13. Juni holt Tokio Hotel in der Dortmunder Westfalenhalle das Konzert nach, das wegen Bills Operation am 31. März abgesagt werden musste. (Nada Weigelt, dpa)