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Skandal um Brasiliens Fußballidol: 

Ronaldos Transvestiten: Alles gelogen

08. Mai 2008 22:22
Einer der Transvestiten
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Überraschende Wende in Rio: Nachdem der Fußballstar selbst gesagt hatte, beim Treffen mit den beiden Prostituierten sein Leben für immer «beschmutzt» zu haben, behaupten diese nun, es sei gar nichts passiert.

Brasiliens Fußballer Ronaldo ist nach einem Sexskandal mit Transvestiten entlastet worden. Medienberichten zufolge sagten zwei Transvestiten, die als Prostituierte ihr Geld verdienen, nun bei der Polizei in Rio de Janeiro aus, der Weltmeister von 2002 habe vor zehn Tagen in einem Stundenhotel weder Sex mit ihnen gehabt noch Drogen konsumiert. Man habe sich in dem Hotelzimmer nur drei Stunden lang unterhalten. Sie hätten eine Geschichte erfunden, um «im Leben vorwärtszukommen», sagten die Männer.

Einige Medienbeobachter äußerten unterdessen am Donnerstag den Verdacht, es habe wohl eine «Verhandlung» zwischen beiden Seiten gegeben. «Ich glaube nicht, dass da etwas abgesprochen wurde», meinte dagegen der zuständige Kommissar Carlos Nogueira. Er räumte aber ein, er sei sehr überrascht gewesen, dass die beiden Transvestiten sich spontan auf der Wache gemeldet hätten, noch bevor sie zu weiteren Befragungen geladen worden seien.

Unicef: Ronaldo war nie Botschafter für uns

Ronaldo hatte Ende April in dem Hotel heftig mit den Transvestiten gestritten, die die Auseinandersetzung gefilmt und das Video ins Internet gestellt hatten. Der Fußballer musste zur Klärung des Sachverhalts zur Polizei. Die Prostituierten warfen Ronaldo vor, die vereinbarte Zahlung für geleistete Sexdienste verweigert und Drogen konsumiert zu haben.

In dem einzigen Interview, das er seither gegeben hatte, gab Ronaldo am Sonntag im brasilianischen Fernsehsender «Rede Globo» zu, er habe dumm gehandelt und schäme sich sehr. Obwohl er in einem Stundenhotel mit Transvestiten gewesen sei, sei er nicht homosexuell. «Es war ein tragischer Augenblick, in dem ich die schlimmste Entscheidung meines Lebens getroffen habe, und das wird mein Leben sicher für immer beschmutzen», sagte der 31-jährige Stürmer vom AC Mailand, der in seiner Heimatstadt eine Knieverletzung auskuriert.

Die Vertretung des UN-Kinderhilfswerks Unicef in Rio dementierte derweil Aussagen Ronaldos, er sei Unicef-Botschafter. Der Fußballer habe diesen Posten nie bekleidet, hieß es. (dpa)

 
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