Ronaldo hatte Ende April in dem Hotel heftig mit den Transvestiten gestritten, die die Auseinandersetzung gefilmt und das Video ins Internet gestellt hatten. Der Fußballer musste zur Klärung des Sachverhalts zur Polizei. Die Prostituierten warfen Ronaldo vor, die vereinbarte Zahlung für geleistete Sexdienste verweigert und Drogen konsumiert zu haben. In dem einzigen Interview, das er seither gegeben hatte, gab Ronaldo am Sonntag im brasilianischen Fernsehsender «Rede Globo» zu, er habe dumm gehandelt und schäme sich sehr. Obwohl er in einem Stundenhotel mit Transvestiten gewesen sei, sei er nicht homosexuell. «Es war ein tragischer Augenblick, in dem ich die schlimmste Entscheidung meines Lebens getroffen habe, und das wird mein Leben sicher für immer beschmutzen», sagte der 31-jährige Stürmer vom AC Mailand, der in seiner Heimatstadt eine Knieverletzung auskuriert.
Die Vertretung des UN-Kinderhilfswerks Unicef in Rio dementierte derweil Aussagen Ronaldos, er sei Unicef-Botschafter. Der Fußballer habe diesen Posten nie bekleidet, hieß es. (dpa)