netzeitung.deBerliner WASG demütigt Linkspartei

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WASG-Spitzenfrau Redler (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe WASG-Spitzenfrau Redler
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die WASG in Berlin hat den Einzug ins Parlament zwar verfehlt, zumindest jedoch eines geschafft: Ihren Wahlgegner Linkspartei dramatisch zu schwächen.

Die Berliner Linkspartei hat mit ihrem Stimmenverlust bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von 23 auf 13 Prozent massiv Wähler an die WASG verloren. Viele seien abgewandert oder hätten an der Wahl zum Abgeordnetenhaus überhaupt nicht teilgenommen, sagte der Dresdner Politologe Hans Vorländer am Sonntagabend im Sender Phoenix. Der absehbare hohe Verlust der Linken sei «in der Tat eine Überraschung». Obwohl Linkspartei und WASG 2007 auf Bundesebene fusionieren wollen, traten beide Parteien in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gegeneinander an.

Der Spitzenkandidat der Berliner Linkspartei, Harald Wolf, sprach von einem absolut nicht befriedigenden Ergebnis. Das Erreichen des Ziels, drittstärkste Partei zu werden, sei allerdings noch offen.

Politologe Vorländer prophezeite, ein so schlechtes Ergebnis werde innerhalb der Linkspartei die Gegner einer Fortsetzung der Koalition mit der SPD stärken. Der bisherige Regierende Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat, Klaus Wowereit, sei in einer «höchst komfortablen Situation», sagte Vorländer. Nach ersten Hochrechnungen liegen seine potenziellen Koalitionspartner Linkspartei und Grüne mit jeweils 13,5 Prozent.

Die Grünen hatten m Vergleich zu 2001 deutlich zulegen können, die SPD verbesserte sich leicht auf 31 Prozent. Damit ist rechnerisch gleichermaßen eine Koalition mit Linkspartei oder den Grünen möglich. (nz)