netzeitung.deForsa-Chef sieht NPD bei zehn Prozent

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NPD-Wahlwerbung in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe NPD-Wahlwerbung in Mecklenburg-Vorpommern
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Bei der NPD handele es sich nicht um eine Partei mit «lauter Dumpfbacken», meint Manfred Güllner. Der Chef des Meinungsforschungs- Instituts Forsa hält daher einen Einzug der Rechtsextremen in den Schweriner Landtag für sicher.

Der Chef des Meinungsforschungs- Institutes Forsa, Manfred Güllner, hält bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein zweistelliges Ergebnis für die rechtsextreme NPD für möglich. Die Demokraten müssten sich Sorgen machen, weil «die großen Parteien ein Vakuum hinterlassen», sagte Güllner, der «Neuen Presse».

In Umfragen hatte die NPD an der Küste zuletzt stabil bei sechs bis sieben Prozent gelegen. «Sie hat sogar die Chance, zweistellige Ergebnisse einzufahren», warnte Güllner. Seine Prognose begründete der Meinungsforscher vor allem damit, dass die NPD ihre Wähler dort abschöpften, wo sich Menschen befänden, die sich als Verlierer der Einheit fühlten. «Aber auch Bürger, die sich bedroht fühlen, wenn der Bundesfinanzminister sagt: ´Ihr dürft nicht mehr in den Urlaub fahren.»

Die Spitzenkandidaten von SPD und CDU für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Ministerpräsident Harald Ringstorff und Jürgen Seidel, forderten indessen bei ihrem einzigen TV-Duell die Wähler auf, am kommenden Sonntag ihr Wahlrecht zu nutzen. Eine hohe Wahlbeteiligung könne dazu beitragen, den Einzug der rechtsextremen NPD in den Landtag zu verhindern.

Güllner kritisierte, dass sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) trotz des sich abzeichnenden NPD-Wahlerfolgs «fröhlich» aufträten und nicht zur Kenntnis nähmen, «dass ihre Legitimationsbasis wegbricht».

Der Forsa-Chef sieht bei der NPD auch deshalb «ein größeres Gefahrenpotenzial, weil es sich nicht um lauter Dumpfbacken handelt, die wie damals von DVU-Chef Frey ferngesteuert werden». sie bauten vielmehr «richtige Zellen auf und sind gut organisiert», so Güllner. (nz)