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Mecklenburg-Vorpommern – arm, aber schön
04. Sep 2006 16:29
 |  Am Ufer der Müritz
| | Foto: dpa |
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Hier den Urlaub zu verbringen, kann durchaus lohnend sein – das wald- und seenreiche Land an der Küste ist unter Touristen beliebt. Doch auch in der Arbeitslosenstatistik ist der Nordosten Spitze.
Das wald- und seenreiche Land an der Ostseeküste ist eines der beliebtesten Sommerziele in Deutschland, gehört aber seit je her zu den ärmsten Regionen. 2005 erwirtschaftete Mecklenburg-Vorpommern ein Bruttoinlandsprodukt von 31,6 Milliarden Euro und hatte damit nur einen Anteil von 1,4 Prozent an der deutschen Wirtschaftsleistung.
Die Arbeitslosigkeit ist mit einer Quote von 18,2 Prozent die bundesweit höchste. Seit der Neugründung 1990 haben das Land deshalb fast 200.000 Menschen verlassen. Mit nur etwa 1,7 Millionen Einwohnern auf 23.179 Quadratkilometern ist es das am dünnsten besiedelte Bundesland. Größte Stadt ist die Hansestadt Rostock. Landeshauptstadt ist Schwerin.
Verarbeitendes Gewerbe wächst Grund der Schwäche des Landes ist seine Wirtschaftsstruktur. Seit Jahrhunderten ist es agrarisch geprägt, 99 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittelständische Firmen. Mit 8,5 Prozent ist der Anteil des Tourismus an der Wirtschaftsleistung mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.Dank hoher Fördersummen haben sich um größere Städte wie Rostock und Wismar herum inzwischen aber auch Industrieunternehmen angesiedelt. Das Verarbeitende Gewerbe erzielte im vergangenen Jahr ein deutschlandweit überdurchschnittliches Wachstum. (nz)
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