Als Ute Vogt «schmerzfrei» über Intimes sprach
23. Mrz 2006 15:14
 |  Ute Vogt | | Foto: dpa |
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Intime Fragen mit ebenso intimen Antworten haben die SPD-Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Vogt, in die Schlagzeilen gebracht. Der SPD-Fraktionschef kritisiert sie nun; sie selbst aber ist verwundert ob der Aufregung.
SPD-Fraktionschef Peter Struck hat Ute Vogt für ihr Verhalten im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg kritisiert. Die SPD-Spitzenkandidatin hätte ein Radio-Interview lieber lassen sollen, sagte Struck am Donnerstag dem Nachrichtensender N24.In dem Interview auf «Hitradio Antenne 1» hatte Vogt sich zu einem Test mit dem Lügendetektor bereit erklärt und unter anderem intime Fragen zu ihrem Privatleben beantwortet. «Bild» sah sich anschließend zu der Überschrift veranlasst: «Erste Politikerin beichtet Orgasmus-Lüge.»
«Nicht besonders klug» Struck kommentierte Vogts Verhalten auf N24: «Ich denke schon, dass das nicht besonders klug war.» Die SPD-Spitzenkandidatin sei aber «wohl nach dem, was ich gehört habe, überrascht worden» mit dem Lügendetektor «und dergleichen». Er würde der 41-Jährigen für die Zukunft raten: «Solche Spielereien macht man eigentlich als Politiker nicht mit.» Er selbst wäre in einer solchen Situation aufgestanden und gegangen, sagte er N24. «Na sicher. Ja.»
«Nicht lustig» Vogt selbt sagte ebenfalls auf N24 zu Strucks Kritik, das Interview sei eine «relativ spontane Situation» gewesen. «Und ich fand auch, dass man da jetzt nicht unbedingt rausrennen musste. Natürlich hätte ich sagen können, ich beantworte das nicht. Aber, also so dramatisch fand ich's auch nicht, wenn man eine ehrliche Antwort gibt.» Sie sei sich sicher, «dass viele Frauen jedenfalls das gut nachvollziehen können».Sie habe das Spiel mit dem Lügendetektor und den intimen Fragen auch «nicht lustig» gefunden. «Aber als Politikerin muss man manchmal schmerzfrei sein. Ich habe auf eine Frage eine ehrliche Antwort gegeben. Aber ich habe auch nicht gedacht, dass man so viele Jahre nach Oswald Kolle da noch solche Schlagzeilen machen muss.» (nz)
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