Die gegnerischen Parteien schaukeln sich hoch
01.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die gestiegene Anzahl der Vorfälle zeigt, dass regierungsfeindlich eingestellte Kräfte nach wie vor über ein hohes Maß an Aktionsfreiheit verfügen. Sie ist aber auch in Relation mit dem Handeln eigener Kräfte zu sehen. Isaf hat in den vergangenen Monaten seine Präsenz in der Fläche verstärkt und das Operationstempo sowie die Anzahl der Operationen insgesamt erhöht.»
Das heißt, die gegnerischen Parteien schaukeln sich mit ihren militärischen Aktionen gegenseitig hoch.
Die Taliban sind also keinesfalls dumpfe Bauernkrieger, sondern, zumindest ihre Kommandeure, intelligente Strategen (wie einst in Vietnam der Vietcong). Darum stuft das Verteidigungsministerium die Bedrohung für die deutschen Soldaten in Afghanistan als «erheblich» ein.
«Präsident Karzai hat am 14.10.07 in einem ausführlichen Gespräch mit dem amerikanischen Botschafter in Afghanistan und dem Kommandeur der International Security Assistance Force (Isaf) die Zusage gegeben, dass er die Internationale Gemeinschaft in Bezug auf mögliche Gespräche mit den Taliban nicht überraschen werde. Er werde die internationale Gemeinschaft und Isaf vollständig über solche Vorhaben unterrichten.»

