Die heutigen Waffensysteme werden immer stärker von hoch qualifizierten Spezialisten bedient, die eine längere Ausbildung haben, zum Teil verbunden mit Studium an einer Bundeswehrhochschule. Aufklärungstornados in Afghanistan zum Beispiel werden ausschließlich von Offizieren geflogen. Auch in multinationalen Stäbe werden überwiegend nur Offiziere gebraucht. Bei der Bundeswehr-Beteiligung im Sudan an der Überwachungsmission der African Union zum Eindämmen des Völkermordens sind 40 deutsche Offiziere und ein Unteroffizier vor Ort, aber nicht ein einziger Mannschaftsdienstgrad. Alle deutschen Auslandseinsätze zusammengenommen verzeichneten am Monatsanfang insgesamt 7509 Bundeswehrangehörige, davon 1325 Offiziere, 4417 Unteroffiziere, 56 Zivilbeamte, aber nur 1711 einfache Grenadiere, Matrosen, Jäger, Sanitäter Luftwaffenbodenpersonal und so weiter.
Früher hieß es: Wer will unter die Soldaten, der muss haben ein Gewehr. Heute ist oft ein Computer wichtiger.