Entwicklungshilfe:
Deutschland gibt Einfluss auf
12.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Unverändert bleibt die Entwicklungszusammenarbeit mit China und Indien. In die direkt geleistete Entwicklungszusammenarbeit aufrücken sollen die bisherigen «potenziellen Partnerländer» Angola, Kongo und Sudan. Die Neufassung der Länderlisten ist ein innerhalb der OECD-Mitgliedsstaaten vereinbarter Prozess. «Ziel ist es, die Entwicklungsländer stärker von Verwaltungskosten zu entlasten. Dazu gehört, dass sich die Geberländer stärker auf einzelne Länder konzentrieren», sagte ein Sprecher des Entwicklungsministeriums der Netzeitung. «Die Geberländer können so selbst ein stärkeres Profil entwickeln»
Die Staaten haben sich verpflichtet, den mit der Entwicklungszusammenarbeit für die Geber- und Nehmerländer verbundenen Aufwand zu verringern. Zudem wollen sie Doppel-Engagements in den Entwicklungsländern und innerhalb der EU vermeiden. «Auch innerhalb der EU sind die Staaten bestrebt, die Arbeitsteilung zu verstärken, damit sich nicht zu viele Mitglieder auf dieselben Länder und Entwicklungsfelder konzentrieren», erläuterte der Sprecher. Die Länderliste anzupassen, ist in Deutschland zudem im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbart.
Für das Web ediert von Tilman Steffen

