Der derzeitige Chef der Nato-Eingreiftruppe, Rune Solberg, hatte gesagt, die Deutschen müssten sich auf Tote einstellen und die Soldaten darauf vorbereiten, Krieg zu führen. Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Oskar Lafontaine, sagte, das deutsche Engagement sei in der «Sackgasse». «Kehren Sie um», rief er der Bundesregierung zu. Mit der voraussichtlichen Bereitstellung der schnellen Eingreiftruppe werde Deutschland immer tiefer in den Krieg in Afghanistan verstrickt. «Wir halten das nicht für verantwortbar.» Die Bundesregierung erhöhe die Anschlaggefahr in Deutschland. «Es ist nicht die Aufgabe, den Terror ins eigene Land zu holen.» Sein Co-Chef Gregor Gysi sagte: «Wir sind in einer Spirale der Gewalt.» Den dabei entstehenden Hass von Afghanen, deren Angehörigen von internationalen Truppen getötet würden, mache sich Terroristenführer Osama bin Laden zu Nutzen. «Hass ist das Fundament für Selbstmordattentäter».
Winfried Nachtwei von den Grünen sagte, er sei zornig darüber, wie die Bundesregierung die Ergebnisse des Wiederaufbaus in Afghanistan beschönige. Zum Beispiel sei der dringend nötige Aufbau der Polizei bisher gescheitert. Das deutsche Afghanistan-Engagement müsse endlich von unabhängiger Stelle überprüft werden. (dpa)