Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

CDU-Politiker will «Deutschfeindliches» ahnden

18. Jan 2008 15:09
Dem Duden sind noch keine Schimpfwörter für Deutsche bekannt,
Bild vergrößern
Eine Äußerung wie «Scheiß-Deutscher» soll künftig als Volksverhetzung bestraft werden, fordert der Bundesratsminister von Baden-Württemberg. Auch die CSU macht sich Gedanken über mögliche neue Gesetze.

Die Union setzt in der Debatte über junge Kriminelle und ausländische Gewalttäter weiter auf Konfrontation: Der baden-württembergische Bundesratsminister Wolfgang Reinhart will Schimpfwörter wie «Scheiß-Deutscher» künftig als Volksverhetzung bestrafen. CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer betonte, auch bei der Diskussion über Strafen für Kinder unter 14 Jahren dürfe es keine Tabus geben. Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber forderte die Union auf, beim Thema Jugendkriminalität nicht locker zu lassen.

Mehr in der Netzeitung:
Der CDU-Politiker Reinhart sagte der «Bild»-Zeitung: «Diesen jugendlichen Gewalttätern muss klar gemacht werden, dass deutschfeindliche Äußerungen, die den inneren Frieden stören, Strafe nach sich ziehen.» Er wolle deshalb eine Gesetzesinitiative ausarbeiten, mit der ein Instrument geschaffen werde, um solche Entgleisungen zu verhindern. «Dabei muss aber der Schutz der Meinungsfreiheit als hohes Gut gewahrt bleiben», sagte Reinhart.

Bislang könne nach dem Strafgesetzbuch nur bestraft werden, wer zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachele. Dagegen könnten «Hasstiraden, die sich gegen alle Deutsche» richteten, nicht sanktioniert werden. CSU-Generalsekretärin Haderthauer sagte dem «Hamburger Abendblatt», es gebe Kinder unter 14 Jahren, bei denen die Strafunmündigkeit von kriminellen Netzwerken ausgenutzt werde. «Da müssen wir uns schon etwas überlegen. Und da darf es auch keine Gesprächstabus geben», erklärte sie. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch habe damit ein Problem angesprochen.

Stoiber sagte mit Blick auf die Kriminalitätsdebatte, die Sozialdemokraten seien auf diesem Auge blind. «Ich rate der Union, hier nicht locker zu lassen, bis die SPD einlenkt», zitierte die «Bild»-Zeitung den CSU-Ehrenvorsitzenden. Gegen brutale jugendliche Gewaltverbrecher müsse «durchgegriffen werden mit härteren Strafen, die sie auch ernstnehmen und mit verstärkter Ausweisung, etwa bei unbelehrbaren Wiederholungstätern». Zudem müsse die Präsenz von Polizei und Wachpersonal in U-Bahnen erhöht werden. «Die Realität ist, dass sich viele Menschen in der U-Bahn nicht mehr sicher fühlen. Hier muss die Politik ansetzen mit einer Mischung aus präventiven Maßnahmen und hartem Durchgreifen», sagte Stoiber. (AP)

 
DruckenVersenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Vierter Schweinegrippe-Toter in Großbritannien: 
England befürchtet Hunderttausende Infizierte
Honduras unter Druck der OAS: 
Putschpräsident bietet vorgezogene Wahl an
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

  •  Berlin 19°
  •  Hamburg 20°
  •  Köln 17°
  •  Frankfurt 19°
  •  Stuttgart 15°
  •  München 17°
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Aus anderen Ressorts
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Anzeigen:
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.