18.01.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Seite an Seite saßen Koch und Ypsilanti am Mittwoch bei einer Debatte
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Hessens CDU plakatiert im Endspurt «Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen!» Klingt nach Volksfront-Grusel und Angst vor Überfremdung. Koch hat seiner Gegnerin nur noch den deutschen Namen voraus.
Die hessische CDU will in der Schlussphase des Wahlkampfes mit einer neuen Plakatkampagne die nach Umfragen mögliche linke Mehrheit im Wiesbadener Landtag abwenden. CDU-Generalsekretär Michael Boddenberg stellte am Freitag in Wiesbaden ein neues Plakat vor, auf dem vor einem «Links-Block» in Hessen gewarnt wird: «Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen!»
Das Plakat nimmt Bezug auf die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti, den hessischen Grünen-Chef Tarek Al-Wazir sowie die hessische Linkspartei. Boddenberg sagte, es gehe bei der Wahl um die Entscheidung, ob Hessen künftig von einer bürgerlichen Mehrheit oder einem Linksbündnis regiert werde. Die Union wolle mit ihrer Kampagne einen Einzug der Linkspartei in den Landtag verhindern: «Dabei bleiben wir bis zum letzten Tag.»
Ein zweites Plakat nimmt unter der Überschrift «Gewalt braucht eine harte Antwort» Bezug auf die Koch-Kampagne gegen Jugendkriminalität. Boddenberg sagte zu den sinkenden Sympathiewerten in den Umfragen für Ministerpräsident Roland Koch, in der Schlussphase des Wahlkampfes stelle sich der Wähler die Frage, wer dieses Land besser regieren könne: «Da geht es nicht um Sympathie, da geht es um Kompetenz.» Der Generalsekretär verwies auf das für Sonntag geplante TV-Duell zwischen Koch und Ypsilanti. Dort werde sich jeder Wähler ein Bild machen können, wer zu Themen wie Straßenbau, Bildung oder dem Ausbau des Frankfurter Flughafens die besseren Konzepte habe: «Das wir eine spannende Auseinandersetzung.» (AP)