netzeitung.deSchavan will Gewalt mit Bildung bekämpfen

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Bildungsministerin Schavan setzt auf Bildung als Mittel gegen Jugendgewalt. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bildungsministerin Schavan setzt auf Bildung als Mittel gegen Jugendgewalt.
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Die am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Qualifizierungsinitiative ist für Ministerin Schavan eine wichtige Säule bei der Bekämpfung der Jugendgewalt. Beheben sollte die Initiative eigentlich den Fachkräftemangel.

Die Bundesregierung nutzt eine Qualifizierungsinitiative, die eigentlich als Mittel gegen den Fachkräftemangel geplant ist, für den Kampf gegen Jugendgewalt: Unter anderem sollen 100.000 zusätzliche Lehrstellen für sogenannte Altbewerber gefördert werden. Das sind Jugendliche, die sich seit längerem vergeblich um eine Lehrstelle bemühen. Vorgesehen sind bis 2010 Prämien für die Betriebe zwischen 4000 und 6000 Euro - je nach Lohnhöhe. Von den knapp 735 000 Lehrstellenbewerbern des Jahres 2007 waren mehr als die Hälfte - rund 385.000 - Altbewerber. Die Bundesregierung wollte die Initiative am Mittwoch beschließen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) bewertete das Projekt als einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Jugendgewalt. «Aggression und Gewaltbereitschaft lässt sich am besten verhindern durch gute Bildung, Ausbildung, Erziehung, Orientierung. Und deshalb stecken in dieser Initiative viele wichtige Impulse, die auch da helfen können», sagte Schavan am Mittwoch in der ARD. Herzstück der Pläne solle eine bessere Qualifizierung vor allem in Ingenieur- und Technikberufen sein, «damit wir in fünf oder zehn Jahren nicht feststellen, dass wir überhaupt nicht mehr in der Lage sind, den Fachkräftebedarf zu sichern». Die Bundesregierung will die Initiative am Mittwoch beschließen.

Für den Qualifizierungsvorstoß verband Schavans Ministerium Projekte verschiedener Ministerien. Über weitere Maßnahmen - unter anderem die angestrebte Halbierung der Schulabbrecherzahl in Deutschland - will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Herbst mit den Ministerpräsidenten reden. (nz/dpa)