16. Dez 2007 11:46
Am Samstagabend ist es in Hamburg zu Krawallen gekommen. Nach einer Demonstration gegen staatliche Überwachung und Ermittlungen in der linken Szene zum G8-Gipfel nahm die Polizei 64 Menschen in Gewahrsam.
Bis zum Nachmittag hatten rund 3000 Menschen zum größten Teil friedlich gegen staatliche Überwachung und Ermittlungen in der linken Szene demonstriert. Unter dem Motto «Weg mit dem § 129a! Einstellung aller Verfahren! Gegen Sicherheitswahn und Überwachungsstaat!» wandten sie sich vor allem gegen Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen im Vorfeld des G8-Gipfels im Juni.Die Demonstranten wurden von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet, Wasserwerfer und Räumfahrzeuge standen bereit. Nach Angaben der Polizei kam es am Rande der Demo aber zunächst nur zu kleineren Auseinandersetzungen. Gegen 17 Uhr lösten die Veranstalter die Demo nach nur rund einem Drittel der geplanten Strecke am Millerntor auf. Sie warfen der Polizei vor, mit ihren Einsatzkräften immer wieder dazwischenzugehen und die Teilnehmer zu provozieren. Bis dahin gab es laut Polizei zwölf Festnahmen, unter anderem wegen Vermummung, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung. Im Vorfeld der Demonstration war mit Ausschreitungen gerechnet worden. Die Route hatte zunächst mitten durch die Innenstadt gehen sollen. Dies war jedoch durch Auflagen der Polizei verboten worden. (AP)