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Wohnort nahe Atommeiler erhöht Krebs-Gefahr

07. Dez 2007 22:28
Ein Wohnort neben einem Atommeiler erhöht für Kinder die Gefahr, an Krebs zu erkranken
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Wohnen kleine Kinder in der Nähe eines Atommeilers, haben sie ein deutlich höheres Risiko, an Krebs zu erkranken, als andere Kinder. Ein Experte nennt die Ergebnisse einer Studie sogar «untertrieben».

Kleinkinder, die in der Nähe von Atomkratftwerken leben, erkranken offenbar häufiger an Krebs. Das berichtete die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz.

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Demnach steigt die Zahl krebskranker Kinder, je näher ihr Wohnort an einem der 16 deutschen Reaktorstandorte liegt. Der Zusammenhang sei «statistisch signifikant», zitierte das Blatt. Forscher der Universität Mainz stellten dem Bericht zufolge fest, dass im Fünf-Kilometer-Umkreis der Reaktoren 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt sind.

Im statistischen Durchschnitt seien im Untersuchungszeitraum zwischen 1980 und 2003 aber lediglich 17 Fälle zu erwarten gewesen. Daher stünden 20 zusätzliche Leukämiefälle laut Analyse der Forscher im Zusammenhang damit, dass die Kinder so nah an den Kernkraftwerken wohnten.

«Unsere Studie hat bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko, vor dem fünften Geburtstag an Krebs (beziehungsweise Leukämie) zu erkranken, beobachtet wird», zitierte die Zeitung aus dem Bericht. Ein Mitglied des Expertengremiums, das die Studie betreut habe, halte die Schlussfolgerungen sogar für untertrieben. Nach seiner Ansicht wiesen die Daten sogar auf ein erhöhtes Krebsrisiko für Kinder im Umkreis von 50 Kilometern hin, hieß es in dem Bericht weiter.

In den vergangenen Jahren hatten Forscher mehrfach das Krebsrisiko in der Umgebung von Atomkraftwerken untersucht. Vor allem der schleswig-holsteinische Reaktor Krümmel stand in dem Ruf, Krebserkrankungen von Kindern mitverursacht zu haben. In vorangegangenen Studien kamen die Forscher aber zu widersprüchlichen Erkenntnissen und Interpretationen. Daher habe das Bundesamt für Strahlenschutz, das die neue Untersuchung in Auftrag gegeben habe, Kritiker wie Befürworter der Atomkraft früh in die Planung der neuen Studie einbezogen, berichtete das Blatt. (AP)

 
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