Kinderrechte sollen ins Grundgesetz
02.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Konkret sprach sich von der Leyen für ein «Recht auf Förderung der Entwicklung von Kindern» aus. Dieses könne «eine gute Basis für eine nachhaltige Kinderpolitik und für einen besseren Schutz vor Misshandlung und Vernachlässigung sein».
Zustimmung signalisierte auch die Opposition. «Kinderrechte müssen endlich ins Grundgesetz», verlangte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. «Dann wird klar: Der Staat und die ganze Gesellschaft sind verantwortlich für ihr Wohl und ihren Schutz.»
In Berlin kam die Polizei am Wochenende rechtzeitig und rettete ein Kleinkind aus einer verwahrlosten Wohnung. Der Zweijährige hatte am frühen Samstagmorgen eineinhalb Stunden lang geweint und geschrien, so dass die Nachbarn die Beamten alarmierten, wie das
Präsidium mitteilte. Als sie um 07.10 Uhr eintrafen, kam auch gerade die 22-jährige Mutter mit einem Bekannten in die Wohnung im Bezirk Marzahn zurück. Sie war nach eigenen Angaben um 04.00 Uhr in ein Restaurant gegangen.
Laut Polizei weigerte sich die Frau, die verschlossene Tür des Kinderzimmers zu öffnen. Die Polizisten nahmen ihr den Schlüssel ab und fanden im Zimmer den mit Urin durchnässten Jungen. «In dem mit Fliegen übersäten Zimmer, in dem der Zweijährige eingesperrt war, roch es stark nach Urin und Exkrementen», erklärte das Präsidium.
«Die Beamten konnte keine Kindernahrung oder ein kindgerechtes Zimmer im Haushalt vorfinden.» Der kleine Junge wurde dem Kindernotdienst übergeben. (AP)

